12.04.2019 Maximilian Völkl

Facebook trotzt allen Skandalen – Aktie weiter im Höhenflug

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Facebook
Trendthema

Die zahlreichen Datenskandale drücken bei Facebook weiter auf die Stimmung. Daran kann auch eine Transparenz-Offensive des Konzerns in der EU nichts ändern. Doch Anleger können beruhigt sein. Die Börse hat das Thema längst weggesteckt. Seit Jahresbeginn klettern die Facebook-Titel wieder und haben bereits rund 40 Prozent zugelegt.

Der Cambridge-Analytica-Skandal vor einem Jahr hat die Kritik an der Datenpolitik von Facebook ins Rollen gebracht. Seitdem gibt es immer wieder Nachrichten, dass die Nutzerdaten zu wenig geschützt und teilweise sogar öffentlich zugänglich seien. Diese Woche gab der Konzern bekannt, dass beim Thema Datenschutz künftig mehr Transparenz vorherrschen soll.

„Jetzt werden Nutzer wirklich verstehen, dass ihre Daten von dem sozialen Netzwerk genutzt werden, um gezielt Werbung zu verkaufen“, begrüßte EU-Justizkommissarin Vera Jourova die Veränderungen. Es soll nun leichter sein zu erfahren, wie und in welchen Fällen Kontos geschlossen werden.

Facebook glänzt mit stetig steigenden Nutzerzahlen

Datensicherheit unerreichbar

Facebook kommt der EU entgegen, um drohende Sanktionen zu verhindern. Allerdings sollte bereits jetzt jedem User klar sein, dass die Daten bei Facebook nicht sicher sind. Auch andere Konzerne wie Amazon haben immer wieder mit Datenskandalen zu kämpfen.

An der Börse spielt das Thema inzwischen offenbar nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Cambridge-Analytica-Skandal sorgte noch für einen Kurssturz, von dem sich die Aktie lange nicht erholt hat. Doch inzwischen findet Facebook zurück zu alter Stärke.

Dabeibleiben

Auch DER AKTIONÄR ist positiv gestimmt. Mögliche Sanktionen wegen der Datenskandale belasten zwar, doch die Popularität in der Werbeindustrie leidet darunter kaum. Die Gewinnmaschine läuft, auch das Wachstum stimmt. Anleger sollten die Gewinne deshalb laufen lassen.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.