20.12.2019 Marion Schlegel

Evotec: Wer hätte das gedacht...

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Evotec
Trendthema

Lange hat es gedauert, bis die Aktie von Evotec wieder die 200-Tage-Linie nach oben durchbrechen konnte. Kurz vor dem Jahreswechsel ist es der Aktie schließlich noch gelungen. Und nicht nur das – im Wochenvergleich ist Evotec sogar mit einem Plus von gut neun Prozent hinter dem Überflieger Delivery Hero der zweitstärkste Wert im MDAX. Dabei beflügelten auch einige gute Nachrichten. Und auch bei den Shortsellern gab es Bewegungen.

Zunächst hat Evotec in dieser Woche bekannt gegeben, seine Service-Partnerschaft mit Sanofi und die Substanzverwaltung in Toulouse zu einem globalen Zentrum ausbauen zu wollen. Wenig später konnte Evotec einen Erfolg aus der Diabetes-Forschungsallianz mit Sanofi („TargetBCD“) vermelden. Hier wurde der dritte Meilenstein erreicht. Dadurch erhält Evotec eine Zahlung in Höhe von drei Millionen Euro. Evotec und Sanofi sind die Forschungszusammenarbeit im Bereich Diabetes im August 2015 eingegangen. Bis heute hat Evotec eine Vorabzahlung und Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro von Sanofi erhalten, sowie erhebliche Forschungszahlungen.

Der Meilenstein wurde erreicht, nachdem Evotec wichtige vorab festgelegte Kriterien bei der Entwicklung einer Betazell-Ersatztherapie erfüllt hat. Das Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer Betazell-Ersatztherapie für Menschen mit Diabetes, die auf humanen, aus iPS-Zellen abgeleiteten Betazellen basiert, so Evotec in einer Mitteilung.

Zuletzt gab es außerdem Bewegungen bei den Shortsellern, die für einen großen Teil der Korrektur der Evotec-Aktie verantwortlich zeichneten. AHL Partners hat seine Leerverkaufsposition von mittlerweile 0,90 auf 0,78 Prozent der Evotec-Papiere reduziert. Allerdings kam mit Voleon Capital Management ein neuer hinzu. Voleon hat 0,52 Prozent leer verkauft.

Evotec (WKN: 566480)

Die Aktie von Evotec hat nach der monatelangen Seitwärtsbewegung zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Damit gelang dem Wert mit dem Sprung über die 200-Tage-Linie sowie den horizontalen Widerstand bei 22 Euro das Kaufsignal. Noch sind die Shortseller stark investiert. Kann Evotec die Aufholjagd aber fortsetzen, dürften auch diese gezwungen sein, ihre Positionen zu reduzieren. Wichtig ist nun in jedem Fall, dass sich Evotec über der 22-Euro-Marke behaupten kann. DER AKTIONÄR bleibt äußerst zuversichtlich. Dabeibleiben!