27.08.2018 Marion Schlegel

Evotec: „Potenzial, ein neues Kapitel aufzuschlagen“

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Wie Evotec zum Wochenstart bekannt gab, ist man mit Centogene eine globale strategische Vereinbarung für gemeinsame Wirkstoffforschungsprojekte eingegangen. Centogene ist weltweit führen bei der genetischen Entschlüsselung seltener Krankheiten für Patienten, Kliniker und pharmazeutische Partner, so Evotec. Innerhalb dieser Projekte sollen Substanzen für die Behandlung seltener genetischer Erkrankungen entwickelt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Es soll eine strategische Plattform für die Erforschung und Entwicklung neuer niedermolekularer Substanzen zur Behandlung erblicher Stoffwechselerkrankungen aufgebaut werden.

Die Partnerschaft verbindet Evotecs führende Plattform für induzierte pluripotente Stammzellen („iPSC“-Plattform) und ihre umfangreichen Wirkstoffforschungsressourcen mit Centogenes einzigartigen medizinischen und genetischen Erkenntnissen. Insbesondere die detaillierten Genotyp-Phänotyp-Daten ermöglichen eine beschleunigte Biomarker-Entwicklung basierend auf patienteneigenen Primärzellen, so Evotec.

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: „Die Zusammenarbeit von Evotec und Centogene zielt auf die Entwicklung iPSC-basierter, patientenabgeleiteter Krankheitsmodelle und geeigneter Biomarker für seltene genetische Erkrankungen ab. Die ideale Kombination aus sich perfekt ergänzenden Plattformen und Unternehmen bietet das Potenzial, ein neues Kapitel in der Überführung präklinischer Entwicklung in einen klinischen Kontext aufzuschlagen.“

Ein neues Kapital könnte Evotec auch beim Aktienkurs aufschlagen. Der Wert befindet sich auf direktem Weg in Richtung des Mehrjahreshochs bei 22,70 Euro, das im Oktober vergangenen Jahres markiert wurde. Höher notierte die Evotec-Aktie zuletzt Anfang 2001. DER AKTIONÄR sieht Evotec weiterhin als einen der besten europäischen Biotech-Werte. Anleger sollten die Gewinne laufen lassen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der Widerstand bei 22,70 Euro geknackt wird. Sollte es im ersten Anlauf möglicherweise nicht klappen, haben noch nicht investierte Anleger noch einmal die Chance, auf diesen hochinteressanten Biotech-Zug aufzuspringen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.