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E.on und RWE stark gefragt: Das sagen die Analysten

E.on und RWE stark gefragt: Das sagen die Analysten
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Marion Schlegel 04.12.2014, 07:22 Marion Schlegel

Die Aktien der deutschen Versorger-Unternehmen RWE und E.on haben am Mittwoch erneut zu den größten Gewinnern im DAX gehört. Nach Infineon, ThyssenKrupp und Lanxess ranchierten RWE mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 29,26 Euro auf Platz vier und damit knapp vor E.on, die 1,7 Prozent auf 15,06 Euro zulegten. Damit haben beide Werte ihre jüngste gestartete Aufwärtsbewegung fortsetzen können. Die Analysten zeigen sich allerdings derzeit dennoch nicht allzu optimistisch.

Quelle: Börsenmedien AG

Analysten skeptisch
Die australische Investmentbank Macquarie hat E.on nach Bekanntgabe der Aufspaltung des Konzerns auf "Neutral" mit einem Kursziel von 16 Euro belassen. Der Markt dürfte sich vor allem auf die finanziellen Auswirkungen dieses Schritts fokussieren, wie Analyst Peter Cramptonr erklärte. Er gehe davon aus, dass der neue Konzern nach der Abspaltung rund 10,6 Milliarden Euro an finanziellen Mitteln benötige, damit die Bonitätseinstufung "Investment Grade" bleibe. E.on dürfte in der Lage sein, diese Mittel aufzubringen.
Die Deutsche Bank hat das Kursziel für E.on von 12 auf 15 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die radikalen Umbaupläne bei Deutschlands größtem Energieversorger beinhalteten Chancen für Anleger, kommentierte der Analyst Alexander Karnick. E.on hatte angekündigt, das bisherige Hauptgeschäft mit Kohle-, Gas- und Atomenergie abzuspalten und sich stärker auf die Erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Das lässt aus Sicht von Karnick eine höhere Bewertung für die E.on-Aktie zu.
Zu RWE haben sich die Analysten von Kepler Cheuvreux zu Wort gemeldet. Anlässlich der geplanten Aufspaltung des Konkurrenten E.on haben sie die RWE-Aktie auf "Reduce" mit einem Kursziel von 24 Euro belassen. Analyst Dirk Becker untersuchte in einer Studie vom Mittwoch mögliche Auswirkungen auf den Energiekonzern, sollte er dem Beispiel von E.on folgen. Die Konsequenzen hingen stark vom Erfolg des Dea-Verkaufs ab, der RWE rund 5,1 Milliarden Euro einbringen könnte. Damit dürften die Essener eine mögliche Aufspaltung stemmen können.

Keine DAX-Favoriten
Trotz der jüngsten Erholungsbewegung sieht DER AKTIONÄR derzeit dennoch besser Alternativen im DAX als E.on und RWE. Ein Neueinstieg drängt sich weiterhin nicht auf.

(Mit Material von dpa-AFX)

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