Der Energieriese Eni baut sein Aktienrückkaufprogramm weiter aus. Für 2026 plant der Konzern nun den Erwerb eigener Aktien im Volumen von 3,4 Milliarden Euro, nachdem bislang 2,8 Milliarden Euro vorgesehen waren. Möglich wird dies unter anderem durch die angehobene Prognose für den freien operativen Cashflow.
Rückenwind erhält das italienische Unternehmen dabei von den zuletzt gestiegenen Ölpreisen sowie den verbesserten Margen im Raffineriegeschäft. An der Börse wurde die Ankündigung positiv aufgenommen.
Die Eni-Aktie gewann am Mittwochvormittag rund fünf Prozent. Nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Matthew Lofting untermauern die Quartalszahlen den „starken Ausblick“. Darüber hinaus hält er eine Sonderdividende für möglich, sofern das Raffineriegeschäft weiterhin hohe Margen erzielt. Lofting zufolge könnte sich diese Zusatzausschüttung auf rund 400 Millionen Euro belaufen. Die gesamte Dividendenrendite würde damit auf etwa 5,3 Prozent steigen.
Die Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms ist laut Konzernchef Claudio Descalzi die Folge „exzellenter Resultate“. Der Vorstandsvorsitzende hatte das internationale Öl- und Gasgeschäft des Unternehmens in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. In Verbindung mit den höheren Rohstoffpreisen sorgt dieses Geschäft derzeit für einen kräftigen Mittelzufluss.
Auch operativ verlief das zweite Quartal besser als von Analysten erwartet. Der für die Branche wichtige bereinigte Gewinn stieg auf mehr als 2,3 Milliarden Euro und lag damit deutlich über den Markterwartungen. Gleichzeitig hob Eni seine Produktionsprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Die Aktie legt aktuell satte fünf Prozent zu.
Eni strotzt derzeit regelrecht vor Stärke. Denn das Unternehmen ist strategisch breit und clever aufgestellt. Die günstig bewertete Dividendenperle ist daher ein gutes Investment für langfristig orientierte Anleger. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 17,50 Euro belassen werden.
Heute, 14:03
Bei Google bevorzugen