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04.02.2020 Thobias Quaß

Electronic Arts: Fahrplan für digitales Wachstum steht

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Electronic Arts

Das wichtige dritte Quartal im Fiskaljahr 2019 sorgte allein für 40 Prozent des digitalen Umsatzes beim Videospiel-Entwickler Electronic Arts (EA). Digitale Verkäufe machen 77 Prozent des gesamten Jahresgeschäfts aus – Tendenz steigend. Gute Zahlen und ein solider Wachstumsplan machen die Aktie zu einem potentiellen Einstiegsinvestment im Gaming-Sektor!

Stetig steigende Nachfrage nach digitalen Inhalten für die etablierten, beliebten diversen Franchises sichert mehr und mehr Umsätze. Mit dem Free-to-Play-Onlinespiel "Apex Legends" und den erfolgreichen Life-Services (Ingame-Käufe, Abo-Dienste, Zusatzinhalte) hat EA die Transformation von physisch getrieben zu digitalen Umsatzkanälen geschafft. Der Druck, auf einzelne Erfolgstitel setzen zu müssen, ist also nicht vorhanden.

Prognose macht Anleger vorsichtig

Für das laufende vierte Quartal rechnet der Konzern jedoch nur noch mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden Dollar statt der bisherigen 1,21 Milliarden Dollar. Eine konservative Prognose, die die Kursentwicklung der Spieleaktie aktuell nach unten drückt.

Electronic Arts (WKN: 878372)

Dementsprechend wird die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr (endet am 31. März) von 5,41 Milliarden Dollar auf 5,48 Milliarden Dollar angehoben. Für 2020 stehen acht Flagship-Titel an und der Druck, auf einzelne Erfolgstitel setzen zu müssen, ist nicht vorhanden. Für das Jahresende ist eine neue Videospiel-Konsolen-Generation angekündigt, die dem Software-Riesen spätestens 2022, unter anderem mit einem neuen "Battlefield"-Teil, zu größeren Umsatzsprüngen verhelfen wird.

Die konservative Prognose für das Q4 2019 lassen den Aktienkurs aktuell fallen aber die fundamental faire Bewertung von einem 20er-KGV von 24 wird wohl einen zu kräftigen Rücksetzer verhindern. Eine eigene Cloud-Plattform und weitere Anstrengungen im Mobile-Gaming sind in der Pipeline und könnte in Zukunft für frische Impulse sorgen. Aktuell bleibt die Electronic Arts-Aktie daher auf der Watchlist.  Der AKTIONÄR ist bei der Prognose für die Videospielbranche weiter positiv, die Favoriten sind Activision Blizzard, Take-Two und Tencent.