Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
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04.10.2015 Andreas Deutsch

Düstere Prognose: Jahresend-Rallye abgesagt

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Für 2015 traut die DZ Bank dem DAX nicht mehr 11.000, sondern 9.800 Punkten zu. Für Mitte 2016 senkten die Experten der Bank ihre Prognose für den deutschen Leitindex zudem von 11.000 auf 10.200 Punkte.

Das Volkswagen-Debakel dürfte weiter belasten, schrieben die Analysten in einer Studie vom Freitag. Als weiteren Grund nannten sie die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern. Die dürfte zu einer geringeren Nachfrage nach Gütern aus Deutschland führen. Das sei im deutschen Aktienmarkt noch nicht vollständig eingepreist.

"Ganz entspannt"

„Das vierte Quartal dürfte für kurzfristig orientierte Anleger, die eher auf schnelle Gewinne denn auf langfristigen Anlageerfolg setzen, ein schwieriges werden“, sagt Philipp Dobbert, Chefvolkswirt quirin bank. Derzeit gebe es gleich mehrere Problemfelder, die den weltweiten Finanzmarkt in Turbulenzen stürzen könnten: die schwächelnde Konjunktur in China, aber auch in den anderen großen Schwellenländern, politische Instabilität im Mittleren Osten und nicht zuletzt das Hin und Her in Bezug auf die zukünftige US-Zinspolitik. „Ob, wann und wie sich dies auf den Finanzmarkt auswirkt, lässt sich nicht prognostizieren. Soviel Ehrlichkeit muss sein.“

Für langfristig orientierte Anleger seien die Gründe für das kurzfristige Auf und Ab an den Finanzmärkten ohnehin irrelevant. „Sie sollten gemäß ihrer Risikotragfähigkeit mit einer strategischen Aktienquote investiert sein und die Kapitalmärkte systematisch für sich arbeiten lassen. Ganz entspannt, Schlussquartal hin oder her.“

(Mit Material von dpa-AFX)

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