Der Energieriese Equinor hat im zweiten Quartal dank der hohen Öl- und Gaspreise den Umsatz um 39,9 Prozent auf 35,2 Milliarden US-Dollar gesteigert. Damit übertrafen die Norweger die Markterwartungen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lag man mit 1,33 Dollar knapp unter den Prognosen der Analysten.
Der größte westeuropäische Erdgasproduzent profitiert derzeit natürlich stark davon, dass zahlreiche Öl- und Gasproduzenten im Nahen Osten nun nur noch stark eingeschränkt exportieren können. Daher ist etwa der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nun wieder auf 90 Dollar gestiegen. Der für Equinor noch wichtigere Gaspreis erreichte in Europa nun die Marke von 60 Euro. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn mussten noch weniger als 30 Euro bezahlt werden.
Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, dass Equinor die Anteilseigner weiterhin spendabel am Unternehmenserfolg teilhaben lässt. So wurde für das zweite Quartal eine Bardividende von 0,39 Dollar je Aktie beschlossen. Zudem könnte es bald ein weiteres Aktienrückkaufprogramm geben. Das letzte im Gesamtvolumen von 375 Millionen Dollar wurde erst kürzlich abgeschlossen.
Indes steigerte Equinor die Eigenproduktion im Berichtszeitraum um drei Prozent auf 2.165 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Für das Gesamtjahr geht der Unternehmensvorstand davon aus, dass man diese Wachstumsrate von drei Prozent halten wird. Bei den Investitionsausgaben für 2026 rechnet Equinor mit knapp 13 Milliarden Dollar.
Die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise spielen Equinor voll in die Karten. Und angesichts der jüngsten Entwicklungen im Iran dürfte sich diese Entwicklung noch einige Zeit fortsetzen. Die immer noch relativ günstige Dividendenperle bleibt auch deshalb eine attraktive Depotbeimischung. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 24,00 Euro belassen werden.
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