12.04.2015 Andreas Deutsch

Die Prognosen der Profis

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DAX
Trendthema

2015 scheint eines der erfolgreichsten Jahre für den DAX zu werden. Doch nach dem starken Anstieg seit Jahresanfang sind sich viele Anleger unsicher: Kann ich jetzt noch kaufen? Aber was ist, wenn die Korrektur ausbleibt? Wichtige Fragen an Gecam-Dachfondsmanager Daniel Zindstein.

Laut dem Experten sind die Bewertungen jetzt deutlich niedriger als bei früheren Hochs. „2000 wurden die DAX-Unternehmen mit einem KGV von 31 bewertet. Derzeit kommen wir auf ein KGV von 14. Sollten entsprechende Blasen-Niveaus wieder erreicht werden, müsste der DAX also auf über 26.000 steigen.“ Natürlich gelte dieser simple Zusammenhang nicht nur für deutsche Aktien. „Der S&P 500 wurde im Jahr 2000 mit dem 27-fachen Jahresgewinn bewertet, heute jedoch nur mit dem 17-fachen“, so Zindstein.

Ebenso wichtig wie der Blick auf die Kurse der Indizes, sei der Blick auf die Gewinnentwicklung. „Und die sehen wir äußerst positiv. Wie schon häufiger beschrieben, werden insbesondere die Gewinne exportorientierter Unternehmen aus Europa, Japan und Südostasien von vielen Faktoren getrieben, die es in diesem Gleichlauf nur sehr selten gab und die aus unserer Sicht noch bei Weitem nicht voll in den Gewinnschätzungen enthalten sind: Schwächere Währungen im Vergleich zum US-Dollar erhöhen die Gewinnmargen und ermöglichen eine Ausweitung der Marktanteile, was mittelfristig zu mehr Umsatz führt.“

Zindsteins Fazit: „Gewiss bleiben auch Aktieninvestments nicht von Schwankungen verschont. Korrekturen nach starken Anstiegen sind jedoch vor allem in einem solch vorteilhaften Umfeld als Chancen und nicht als Risiken zu begreifen.“ Vor allem gelte es, die die Grundprinzipien jeder erfolgreichen Anlage zu beachten: „Breite internationale Streuung, langfristiger Anlagehorizont und – in heutiger Zeit wichtiger denn je – einen guten Vermögensverwalter oder Anlageberater des Vertrauens.“

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
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