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16.09.2020 Marion Schlegel

Deutsche Post: Konkurrent mit starken Zahlen – was nun?

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Deutsche Post

Im kaum veränderten DAX können die Papier der Deutschen Post am Mittwoch positiv auf sich aufmerksam machen. Auf der Handelsplattform Tradegate geht es am Morgen rund zwei Prozent nach oben auf 39,37 Euro. Für gute Branchenstimmung sorgen die Geschäftszahlen des US-Konkurrenten Fedex, die von Analysten gefeiert werden.

Deutsche Post (WKN: 555200)

Der florierende Onlinehandel und Paketversand während der Corona-Pandemie haben dem US-Logistikriesen kräftige Geschäftszuwächse beschert. Goldman Sachs und JPMorgan stockten ihre Kursziele daraufhin deutlich auf und bestätigten ihre Empfehlungen für die Aktie. JPMorgan-Analyst Brian Ossenbeck hat das Kursziel von 265 auf 298 Dollar angehoben. Der Logistikkonzern habe ein beeindruckendes Quartal hinter sich, in dem er die bereits gestiegenen Erwartungen übertroffen habe, so Ossenbeck in einer am Mittwoch vorliegenden Studie.

In den drei Monaten bis Ende August kletterten die Erlöse von Fedex im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro), wie der Deutsche-Post-Konkurrent am Dienstag nach US-Börsenschluss in Memphis mitteilte. Der Nettogewinn legte von 745 Millionen auf 1,25 Milliarden Dollar zu.

Fedex (WKN: 912029)

Damit wurden die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen. Bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an, die Aktie legte nachbörslich zunächst stark zu. Einen Geschäftsausblick gab Fedex mit Verweis auf die anhaltend hohe Ungewissheit aufgrund der Pandemie weiterhin nicht ab. "Wir gehen aber davon aus, weiter von unserer starken Position auf den US- und den internationalen Paket- und Frachtmärkten zu profitieren", erklärte Finanzchef Alan B. Graf.

Die Aktie der Deutschen Post hat Ende August bei 40,12 Euro ein neues Mehrjahreshoch erklommen. Seitdem befindet sich das Papier auf Konsolidierungskurs. Die Zahlen von Fedex geben dem Papier nun neuen Rückenwind. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den Logistikriesen bleiben ohnehin gut. Der moderat bewertete Musterdepottitel ist nach wie vor ein Kauf (Stopp: 30,50 Euro).

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Deutsche Post.     

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(Mit Material von dpa-AFX)