03.05.2019 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Wie soll es weiter gehen?

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Deutsche Bank
Trendthema

Das Aus der Fusionsverhandlungen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank ist knapp eine Woche her. Am Ende kam es doch für viele überraschend. Nun müssen es die Banken wieder alleine versuchen. Während bei der Commerzbank mögliche Käufer aus dem Ausland bereitstehen sollen, wird es bei der Deutschen Bank langsam eng.

Seit dem Fusionsaus haben sich zahlreiche Experten gemeldet. Die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel erwartet nicht, dass die Deutsche Bank trotz der niedrigen Bewertung zum Übernahmeziel für eine ausländische Bank wird. „Ich glaube nicht, dass sich momentan eine andere Bank an die Deutsche Bank herantraut“, sagte Schnabel dem Handelsblatt. Niemand wisse, welche Risiken noch aus der Vergangenheit schlummerten.

Kein Plan B

Enttäuscht ist auch Analyst Andrew Lim von der Großbank Société Générale. Wie vom Management betont, gebe es keinen Plan B. Eine solche Abwartehaltung sei angesichts der dünnen Profitabilität des Geldhauses jedoch riskant.

Analyst Jemej Omahen von Goldman Sachs schreibt, dass die Vermeidung eines kostenintensiven, komplexen Zusammenschlusses zugunsten eines lediglich leichten Renditeanstiegs kein schlechter Ausgang sei. Doch jetzt stelle sich sofort die Frage nach besseren Optionen. Für die Deutsche Bank gehe es zurück an die eigenen, unbewältigten strategischen Herausforderungen.

Kein Kauf

Die strategische Unsicherheit bleibt bei der Aktie hoch, das Chartbild eingetrübt. Anleger bleiben bei der Deutschen-Bank-Aktie weiter an der Seitenlinie.

Mit Material von dpa-AFX.