Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
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02.04.2020 Nikolas Kessler

Deutsche Bank und Commerzbank: Vorsichtiger Optimismus

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Deutsche Bank

Die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank sind am Donnerstagvormittag gefragt. Mit Kursgewinnen von rund fünf Prozent gehören sie zu den Spitzenreitern im DAX beziehungsweise MDAX. Unterstützung liefert dabei unter anderem eine leicht positive Branchenstudie der US-Investmentbank JPMorgan.

Die größten denkbaren Risiken durch die Covid-19-Krise seien im europäischen Bankensektor noch nicht eingepreist, so Analyst Kian Abouhossein in einer aktuellen Branchenstudie. In einem langfristigen Rezessionsszenario gäbe es für den Sektor demnach ein weiteres Risiko von 15 bis 20 Prozent.

In seinem Basisszenario rechnet der Experte jedoch bereits wieder mit einer schrittweisen Erholung von der Virus-Krise. Zudem erscheine das Chance-Risiko-Verhältnis nach dem jüngsten Kurssturz nun ausgewogener. Viele Bank-Aktien hatte die Verkaufspanik an den Märkten durch die Coronakrise in den vergangenen Wochen besonders hart erwischt.

„Neutral“ bei CoBa und Deutsche Bank

Für die Aktie der Deutschen Bank hat der Experte daher jetzt sein „Neutral“-Rating bestätigt. Mit dem unveränderten Kursziel von sechs Euro ist sie nach seiner Einschätzung auf dem aktuellen Niveau allerdings beinahe fair bewertet.

Etwas optimistischer ist Abouhossein bei der Commerzbank: Auch hier bleibt er bei seiner neutralen Haltung und senkt das Kursziel sogar von 6,10 auf 4,30 Euro. Er signalisiert damit aber immer noch rund 34 Prozent Aufwärtspotenzial für den MDAX-Titel.

Die „Top-Picks“ der US-Investmentbank im europäischen Bankensektor sind jedoch allesamt außerhalb Deutschlands zu finden: Sie heißen KBC, BNP Paribas, BBVA, UBS und Barclays.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Nach erneuten Kursverlusten in den letzten Tagen sind die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank am Donnerstag wieder gefragt. Bei Letztgenannten sorgen dabei auch Medienberichte über zusätzliche Sparpotenziale für Impulse (DER AKTIONÄR berichtete). 

Während DER AKTIONÄR bei der Deutschen Bank weiterhin an der Seitenlinie bleibt, mehren sich bei der Commerzbank nun die Anzeichen auf einen möglichen Turnaround.

Mit Material von dpa-AFX.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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