Am Mittwoch erklärte BaFin-Präsident Mark Branson bei der Vorstellung des Berichts „Risiken im Fokus“ in Frankfurt, dass es „fahrlässig“ sei, „sich in Sicherheit zu wiegen“. So bleibe die Lage an den Finanzmärkten „fragil und unsicher“. Zudem werde es nach BaFin-Erkenntnissen wahrscheinlicher, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen müsse. So könnten die Märkte etwa die Rolle des US-Dollars als globale Leitwährung infrage stellen.
In den letzten Jahren hatte die US-Notenbank die Wucht von sich anbahnenden Finanzkrisen mit Dollar-Swap-Linien gemindert, die es ausländischen Notenbanken erlaubte, ihre Geschäftsbanken mit Liquidität zu versorgen. Angesichts der „drastischen Versuche, Institutionen zu politisieren“ – so führte der BaFin-Präsident weiter aus -, müsse nun jedoch die Frage gestellt werden, ob darauf künftig noch Verlass sei.
Pikant: Ende 2021 war von Branson in der Wochenzeitung „Die Zeit“ ein Interview erschienen (= Ausgabe vom 21. Dezember 2021), in welchem er vor schnell steigenden Zinsen und einer abrupten Marktumkehr warnte. Und weiter: Wenn ein Marktzyklus an sein Ende komme, gehe das erfahrungsgemäß schnell und könne turbulent sein. Nur wenige Wochen später zogen die Zinsen und die Gaspreise im Zuge des Ukraine-Krieges rasant an; parallel hierzu brachen die Aktienmärkte ein.
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30.01.2026, 15:07