Das ist stark: Dell hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht und dabei alle Prognosen torpediert (DER AKTIONÄR berichtete: „Dell: Kursexplosion nach Zahlen – Prognose massiv angehoben“). Zudem wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr angehoben. Die Aktie reagiert darauf mit einem regelrechten Kursfeuerwerk. Auf Tradegate gewinnt die Aktie im frühen Handel fast 40 Prozent. Die bereits seit März laufende Kursrally gewinnt dadurch zusätzlich an Dynamik.
Hinter dem Kurssprung steht vor allem die starke Nachfrage nach KI-Technologie, von der Dell zunehmend profitiert. Das Unternehmen präsentierte Geschäftszahlen, die selbst die bereits hohen Erwartungen der Analysten übertrafen, und hob daraufhin seine Prognosen für Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr an. „Auch wenn vorgezogene Bestellungen die Ergebnisse des ersten Quartals unterstützt haben, deutet die deutliche Anhebung der Prognose darauf hin, dass die starke Nachfrage sowohl nach KI-Servern als auch nach traditionellen Servern in den kommenden Quartalen anhalten wird“, so Bloomberg Intelligence.
Die Reaktion der Analysten ließ nicht lange auf sich warten: Für Amit Daryanani von Evercore ISI ist die Entwicklung ein Paradebeispiel für den Beginn eines „KI-Superzyklus“. Zahlreiche Experten passten ihre Kursziele deutlich nach oben an. Besonders optimistisch zeigt sich Wamsi Mohan von der Bank of America. Er bekräftigte seine Kaufempfehlung und erhöhte sein bisheriges Kursziel von 280 Dollar kräftig. Seiner Einschätzung nach könnte die Dell-Aktie sogar die Marke von 500 Dollar erreichen. Die Analysten von Piper Sandler haben ihr Kursziel sogar von 167 Dollar auf 497 Dollar fast verdreifacht. Die Analysten von Vital Knowledge loben die Zahlen: „Es gibt hier absolut nichts zu bemängeln: Dell hat die Erwartungen klar übertroffen und die Prognose deutlich angehoben. Die Nachfrage profitiert zwar vom KI-Boom, aber auch die nicht-KI-bezogenen Geschäftsbereiche entwickelten sich stark. Zudem hat die Inflation bei den Komponentenpreisen die Margen nicht belastet.“
Dell Technologies zählt zu den größten Gewinnern der aktuellen KI-Welle – und profitiert zugleich von der Nähe seines Gründers Michael Dell zur Regierung von US-Präsident Donald Trump. Die Aktie hat sich in den vergangenen Monaten nahezu verdreifacht. Auch CEO Michael Dell profitiert persönlich von der Entwicklung. Sein Vermögen wird laut Bloomberg mittlerweile auf rund 196 Milliarden Dollar geschätzt – fast viermal so viel wie noch vor fünf Jahren.
DER AKTIONÄR hat die Aktie von Dell im Januar bei 100,00 Euro zum Kauf empfohlen. Nun notiert das Papier rund 280 Prozent im Plus. Bereits vor einem Jahr hat DER AKTIONÄR zudem einen Turbo-Long auf Dell empfohlen (Ausgabe 22/2025). Der Schein mit der WKN HT4MAF hat sich seitdem mehr als verzehnfacht (Empfehlungskurs damals: 2,86 Euro; akt. Kurs: 30,20 Euro). Nach dem massiven Kurssprung zuletzt, wird die Luft sicherlich dünner. Anleger können nun durchaus auch über Teilgewinnmitnahmen nachdenken. Für die Restposition gilt: „The trend is your friend“ – Gewinne hier laufen lassen.
Heute, 09:28