Ausbruch bestätigt – das ist Ihre neue Trading-Chance
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10.05.2022 Marion Schlegel

DAX: Stabilisierung erwartet, Bayer, Munich Re, Siltronic, Aurubis und Fraport mit Zahlen, HV bei Lufthansa und Rheinmetall – das ist heute wichtig

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Nach dem Rutsch auf ein Tief seit Mitte März zu Wochenbeginn dürfte sich der DAX am Dienstag etwas fangen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,4 Prozent höher auf 13.430 Punkte. An der Wall Street war die Talfahrt am Montag zwar weitergegangen, auch hier rechnet IG aktuell aber mit einer Erholung.

DAX (WKN: 846900)

Geprägt sei der stärkste Kursrutsch seit den ersten Tagen der Corona-Pandemie von Sorgen vor einer globalen Wachstumsdelle, hieß es bei den Experten der Commerzbank. Marktbeobachter der Credit Suisse sehen ein "Extremlevel an Pessimismus" und nennen dafür vier Gründe: Inflation, steigende Zinsen, Lieferkettenprobleme sowie geopolitische Krisen. Dabei seien die Aussichten für die Finanzmärkte gar nicht so schlecht, wie es aktuell scheine, zumindest für dieses Jahr. Die Credit-Suisse-Fachleute warnen explizit vor "Panikverkäufen".

Ein Ausverkauf bei Technologieaktien hat die Stimmung an den US-Börsen noch weiter verdüstert. Auch Standardwerte mussten am Montag deutlich Federn lassen. Für Druck sorgten Händlern zufolge Befürchtungen, dass der Kampf gegen die Inflation und Chinas rigide Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Wirtschaftswachstum belasten. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte 1,99 Prozent auf 32.245,70 Punkte ein und bewegte sich damit auf dem Niveau von März letzten Jahres. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 3,20 Prozent auf 3.991,24 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 knickte um 3,98 Prozent auf 12.187,72 Punkte ein, nachdem er kurz vor Handelsschluss den tiefsten Stand seit November 2020 erreicht hatte.

In Asien haben die wichtigsten Aktienmärkte am Dienstag wegen der schwachen US-Vorgaben überwiegend nachgegeben. In Japan büßte der japanische Leitindex Nikkei 225 kurz vor Handelsende 0,7 Prozent ein und gab damit weiter nach. Der Hang Seng in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gab rund zwei Prozent nach, nachdem dort am Montag wegen eines Feiertags nicht gehandelt worden war. Leicht zulegen konnte dagegen der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland. Dieser legte zuletzt 0,6 Prozent zu-

Auf der Terminseite steht am heutigen Dienstag eine Reihe von Quartalszahlen auf dem Programm. Es berichten unter anderem Fraport, Aurubis, Siltronic, SAF-Holland, Wacker Neuson, Sony, Munich Re, Bayer und Nintendo. Zudem finden einige Hauptversammlungen statt: unter anderem bei der Lufthansa und bei Rheinmetall. Auf der Konjunkturseite stehen am späten Vormittag die ZEW-Konjunkturerwartungen für Mai in Deutschland im Blickpunkt.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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