Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag stabilisiert. Die Anleger reagierten erleichtert darauf, dass die Ölpreise wieder etwas nachgaben. Bei den Einzelwerten im DAX standen zwei bei Privatanlegern beliebte Blue Chips im Fokus.
Der deutsche Leitindex legte nach einem verhaltenen Handelsstart letztlich um ein halbes Prozent auf 23.564 Punkte zu. Der Nahost-Konflikt stand weiterhin im Fokus: Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt, wobei es am Wochenende mehreren Tankern gelungen war, das Nadelöhr zu passieren.
„Die Anleger setzen auf eine Intervention der USA an den Energiemärkten“, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Der Buchautor hatte sich jüngst auch in der Money-Train-Podcast-Folge „Öl, Gold, Aktien: Wie der Iran-Konflikt jetzt die Märkte bewegt“, zur Lage im Nahen Osten geäußert.
Gleichwohl blieb Lipkow skeptisch: „Der Krieg im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen Militärschlag ausgegangen sind.“ Die Energiepreise könnten so zu einem echten Problem werden, das sich erst in den kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte.
Im Rampenlicht stand hierzulande vor allem die Commerzbank. Die italienische Großbank Unicredit kündigte für das zweitgrößte deutsche Geldinstitut ein taktisches Übernahmeangebot an. Die Aktie reagierte darauf mit einem Kurssprung um rund acht Prozent.
Zudem kletterte die Bayer-Aktie deutlich, nachdem der Pharma-Riese Rückenwind durch ein Upgrade durch die Schweizer Großbank UBS erhalten hat. Aus charttechnischer Sicht steht nun wieder die 40-Euro-Marke im Fokus.
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