Der deutsche Aktienmarkt schaltet in den Wartemodus. Kurz vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwochabend legte der Dax eine Atempause ein. Der Leitindex verlor zum Handelsschluss fast 0,3 Prozent auf 24.822,79 Punkte. Damit bleibt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Zählern vorerst eine Hürde, an der die Anleger am Vortag noch gescheitert waren. Auch der MDax gab nach und schloss fast 0,3 Prozent tiefer bei 31.640,37 Punkten.
Während der Gesamtmarkt schwächelt, sorgt der Tech-Sektor für grüne Vorzeichen. Triebfeder ist der niederländische Chip-Ausrüster ASML. Starke Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick unterstreichen, dass der KI-Boom intakt ist. Davon profitiert vor allem Jenoptik: Die Aktie des Optik-Spezialisten schoss um fast neun Prozent nach oben. ASML gilt als wichtigster Kunde der Thüringer. Auch Infineon (+2,6 %) und Elmos Semiconductor (+4,0 %) hängten den Markt ab, gestützt durch robuste Prognosen des US-Riesen Texas Instruments.
Razzia bremst Deutsche Bank
Im Fokus der Verkäufer stand die Deutsche Bank. Eine Razzia in den Geschäftsräumen in Frankfurt und Berlin wegen des Verdachts der Geldwäsche drückte die Stimmung. Die Papiere des Branchenprimus verloren zwei Prozent.
Ebenfalls unter Abgabedruck stand Wacker Chemie. Der Konzern verfehlte mit seinem operativen Gewinn im vierten Quartal selbst pessimistische Analystenschätzungen. Die Quittung: ein Minus von 4,0 Prozent. Ein anderes Bild zeigte sich bei Aurubis. Der Kupferproduzent glänzte mit einer angehobenen Gewinnprognose, was die Aktie mit einem Plus von 2,7 Prozent auf ein Rekordhoch trieb.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 18:00