Der deutsche Leitindex meldet sich nach dem schwachen Wochenausklang zurück. Am Montag kletterte der Dax um 0,63 Prozent auf 25.981,09 Punkte. Zeitweise schob sich das Barometer wieder über die runde Marke von 26.000 Zählern. Der Grund: Sinkende Ölpreise und eine einsetzende Erholung an der Wall Street gaben den Kursen Rückenwind. Auch die zweite Reihe legte spürbar zu. Der MDax schloss 1,26 Prozent höher bei 30.855,37 Zählern.
Hoffen auf Apple und politische Impulse
Die Blicke der Marktteilnehmer wandern nun nach Übersee. Nach US-Börsenschluss legt Apple seine Quartalszahlen vor. Nach den jüngsten Enttäuschungen und wachsenden Zweifeln an teuren KI-Investitionen bei Alphabet, Intel und Amazon steht der Konzern unter Zugzwang. Gleichzeitig warten Börsianer auf die US-Zwischenwahlen am Dienstag. Historisch betrachtet ist dieser Termin eine gute Nachricht für Anleger. Seit 1928 stieg der US-Index S&P 500 in den zwölf Monaten nach den Zwischenwahlen im Schnitt um 12,4 Prozent.
Entsprechend freundlich zeigten sich die gebeutelten Technologiewerte. Im Dax stiegen die Anteile des Chipherstellers Infineon um fast drei Prozent. Im MDax kletterte der Halbleiterausrüster Aixtron um knapp vier Prozent, gestützt von einer frischen Kaufempfehlung des Analysehauses Kepler Cheuvreux.
Fresenius punktet, Rheinmetall unter Druck
Bei den Einzelwerten verbuchte Fresenius ein Plus von 1,6 Prozent. Der Gesundheitskonzern baut seine Pipeline für Nachahmermedikamente über eine Partnerschaft mit dem chinesischen Anbieter WuXi Biologics aus. Während auch Reiseaktien wie Lufthansa und Tui von Berichten über diplomatische Entspannung im Iran-Konflikt profitierten, drehte Rheinmetall ins Minus.
Die Aktie des Rüstungskonzerns verlor 3,6 Prozent und notierte erstmals seit Mitte Oktober zeitweise wieder unter 1.000 Euro. Der Grund: Ein Medienbericht über eine mögliche Verzögerung bei einem Großauftrag für den Radpanzer Boxer. Noch härter erwischte es im Kleinwertebereich den IT-Dienstleister Init Innovation. Nach einer drastischen Gewinnwarnung stürzte das Papier um mehr als 20 Prozent ab. Das Management verwies auf geopolitische Risiken und schwankende Energiepreise.
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