10.06.2015 Michael Schröder

DAX mit Comebackversuch: „Die Merkel wird es schon richten“

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Trendthema

DER AKTIONÄR hat bereits heute früh erklärt: Heute wird auf höchster Ebene weiter verhandelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef François Hollande wollen am Abend in Brüssel dem Vernehmen nach erneut mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras eine Lösung im griechischen Schuldenstreit finden. Anleger setzen auf die Kanzlerin. Der DAX startet eine Gegenbewegung.

Seit seinem Hoch Anfang April bei 12.390 Punkten hat der heimische Leitindex inzwischen rund zwölf Prozent an Wert verloren. Allein in den letzten drei Wochen ging es für den DAX um rund sechs Prozent nach unten. Die kurzfristig überverkaufte Markttechnik zeigt heute erstmals Wirkung. Getreu dem Motto „Die Merkel wird es schon richten“ ziehen die Bullen den Kopf langsam wieder aus dem Sand und melden sich zaghaft zurück. Die 11.000-Punkte-Marke wurde zurückerobert.

Für eine Entwarnung aus technischer Sicht ist es natürlich noch viel zu früh. „Ob der DAX im weiteren Verlauf eine Rallye in Richtung des Allzeithochs initiieren wird, hängt jedoch davon ab, inwieweit die rasche und vor allem nachhaltige Rückeroberung ehemaliger Unterstützungsmarken gelingt. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre ein Überwinden der 11.170 Punkte-Marke“, lautet die technische Analyse der DZ Bank. Darüber wäre Luft bis in den Bereich um 11.500 Zähler. Aber auch das Risiko eines Rücksetzers bis 10.700 Punkte und sogar bis zur 200 Tage-Linie bei aktuell 10.500 Punkten ist weiter vorhanden.

Anleger, die das Risiko nicht gescheut haben und heute früh mit dem DAX Turbo-Long WKN CC52U1 von der Citigroup zwischen 12,50 und 12,00 Euro eine erste, bewusst klein gehaltene Trading-Position, eröffnet haben, liegen deutlich im Plus. Ein Stopp oberhalb des Einstiegs sichert die Gewinne ab.