Der DAX hat sich am Freitag mit einem leichten Plus ins Wochenende verabschiedet und damit an die Vortagsgewinne angeknüpft. Trotzdem hielt sich die Kauflaune der Anleger in Grenzen.
Starke Einkaufsmanagerindizes konnte die Euphorie der Anleger nicht heraufbeschwören. „Die Zahlen untermauern eine mögliche konjunkturelle Erholung im neuen Jahr, aber sie sind kein Kurstreiber“, kommentierte Marktbeobachter Andreas Lipkow.
Hinter dem DAX liegt eine turbulente Handelswoche: Zeitweise sank der deutsche Leitindex bis auf 24.349 Punkte – ein Minus von 4,5 Prozent gegenüber dem Rekordhoch von 25.507 Punkten aus der Vorwoche. Auslöser war die Zollandrohung von US-Präsident Donald Trump, die nach dem Grönland-Deal inzwischen vom Tisch ist. Dennoch bleibt Vorsicht angesagt: Das Fehlen konkreter Inhalte beim Grönland-Abkommen lässt die Anleger nervös bleiben.
Bei den Einzelwerten stand die Adidas-Aktie mit einem Abschlag von 5,7 Prozent am DAX-Ende. Gleichzeitig verzeichnete das Papier damit den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Grund war eine gestrichene Kaufempfehlung durch die Royal Bank of Canada. Auch Puma büßte mit einem Minus von 14,1 Prozent heftig ein, nachdem Gespräche einer möglichen Übernahme durch den chinesischen Konzern Anta Sports laut Händelern gescheitert waren.
BASF enttäuschte derweil mit überraschend schwachen Eckdaten für 2025 und verlor 0,9 Prozent. Rüstungswerte wie Rheinmetall und Renk profitierten dagegen von einem erfolgreichen Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) und stiegen zwischen 2,2 und 4,7 Prozent.
Die Aktie von Siemens Energy erreichte ein Rekordhoch und gewann 3,1 Prozent. UBS revidierte ihre bisherige Einschätzung und empfiehlt die Papiere nun zum Kauf. Analyst Christopher Leonard sieht die operative Entwicklung bis 2030 deutlich über dem Marktkonsens.
SAP zog vor den anstehenden Jahreszahlen nächste Woche um 4,3 Prozent an und erholte sich vom Tief seit August 2024.
Im SDAX erlitten die Papiere von Wacker Neuson schwere Verluste von 21,8 Prozent. Die geplante Übernahme durch Doosan Bobcat fällt ins Wasser. Die AKTIONÄR-Empfehlung Schaeffler kletterte dank einer Kaufempfehlung von Jefferies um 8,2 Prozent, Wettbewerber Aumovio zog 4,2 Prozent an.
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