Die intensive Aufbauphase scheint erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen Quartalen hat LAIQON seine Strukturen und Plattformen konsequent weiterentwickelt. Die Hamburger verfügen dank ihrer selbst entwickelten KI über eine starke Marktposition im digitalen Anlagemanagement – mit hohem Skalierungspotenzial. Der Fokus liegt daher nun auf nachhaltigem Umsatz- und Gewinnwachstum.
LAIQON bietet institutionellen und privaten Anlegern ein Portfolio aus aktiv gemanagten Fonds, KI-gemanagten Fonds und individueller Vermögensverwaltung an. Mit seiner KI-Tochter LAIC und dem selbst entwickelten LAIC-ADVISOR gehört LAIQON zu den Vorreitern für Künstliche Intelligenz (KI) im Asset Management. Dank seiner Digitalen Asset Plattform (DAP 4.0) können die Hamburger ihre Dienste komplett digital abbilden, skalieren und die Produkte und Services Dritten als White-Label-Partner zur Verfügung stellen.
Im Hintergrundgespräch verweist Vorstand Achim Plate dabei auf das Zusammenspiel von KI und dem Know-how der Fondsmanager: „Wir stellen unser Asset Management hybrid auf.“ Die selbst entwickelte KI soll neben eigenen KI-gemanagten Anlagelösungen die Fondsmanager im Tagesgeschäft unterstützen – und am Ende auch zu Wettbewerbsvorteilen führen. Auf allen Ebenen sollen die Vorzüge der KI genutzt werden – das letzte Wort hat jedoch der Mensch.
Der Fokus liegt nun auf beschleunigtem Wachstum bei gleichzeitig steigender Profitabilität. Ein zentraler Treiber sind die in den vergangenen beiden Jahren gestarteten großen Projekte mit namhaften Partnern, wobei hier im Detail vor allem die Zusammenarbeit mit der meine Volksbank Rosenheim im Bereich der privaten Vermögensverwaltung und das gemeinsam mit Union Investment realisierte Produkt „WertAnlage“ besonders im Fokus stehen.
Aus der Zusammenarbeit mit dem Duo wurden bereits Assets under Management (AuM) von mehr als 400 Millionen Euro generiert. Besonders beeindruckend: Diese Summe nimmt aktuell in jedem Monat um mehr als 50 Millionen Euro zu – mit auf Jahressicht steigender Tendenz!
Im letzten Jahr sind die AuMs von 6,5 auf 10,0 Milliarden Euro gestiegen, davon kamen 2,1 Milliarden Euro durch die Akquisition der Mainfirst-Aktivitäten. Im laufenden Jahr soll nun aus eigener Kraft ein weiterer Ausbau auf 12,0 Milliarden Euro erzielt werden – bis Ende 2028 sind über 15 Milliarden Euro angepeilt.
Besonders wichtig für den Kapitalmarkt: Die jahrelange Aufbauarbeit von Plate und seinem Team sollte sich ab sofort auch in dynamisch steigenden Umsätzen und einem Break-even beim EBITDA widerspiegeln – und zwar nicht nur dank anorganischer Zuwächse, sondern auch durch ein rasantes organisches Wachstum.
Die Erlöse sollten im Gesamtjahr 2026 auf 53 bis 58 Millionen Euro (Vorjahr: 44,2 Millionen Euro) steigen und ein EBITDA von 4,5 bis 7,5 Millionen Euro Vorjahr: 0,7 Millionen Euro) ermöglichen. Ein erster Blick auf die Q1 Entwicklung zeigt, das ist machbar: Denn im ersten Quartal kletterten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr rund 60 Prozent auf 10,4 Millionen Euro, gleichzeitig verbesserte sich das EBITDA um 1,43 Millionen Euro auf minus 1,34 Millionen Euro weiter in Richtung Break-even.
Wichtig: Plate zeigte sich recht zuversichtlich, dass dieser Trend mit den kommenden Quartalsberichterstattungen mit entsprechenden Wachstumsraten untermauert werden kann. „Mit weiteren deutlichen Zuwächsen bei den Assets under Management bei zugleich nicht mehr steigenden Kosten wird sich die Margenlage nun voraussichtlich von Quartal zu Quartal deutlich verbessern“, heißt es passend dazu in einem Update von SMC Research.
Zeichnet sich in den nächsten Quartalen ein Erreichen der Planvorgaben für 2026 ab, dürfte sich die anhaltende Zurückhaltung der Investoren in Kaufinteresse wandeln und die eine Neubewertung durchlaufen. Die nächsten Etappenziele für die Aktie lauten daher: 5,50 Euro und 7,50 Euro! Die SMC-Experten sehen die Papiere sogar erst bei 8,60 Euro fair bewertet.
Ebenfalls wichtig: Der jüngste Newsflow war geprägt von mehreren Finanzierungsmaßnahmen, die das Unternehmen wegen eines größeren Volumens von Kaufpreisraten aus vergangenen Akquisitionen, die in diesem Jahr anstehen, durchgeführt hat.
Und: Der nächste potenzielle Impuls könnte schon in Juni folgen, wenn Laiqon zusammen mit Amundi das erste Produkt einer Serie von KI-gesteuerter ETFs auf den Markt bringt – und so das Wachstum auf eine immer breitere Basis stellt.
Keine Frage: LAIQON agiert am Puls der Zeit: Kunden und Partnern werden innovative Lösungen mit Fokus auf digitale Prozesse, nachhaltige Investments und eine KI-gesteuerte Nutzerzentrierung angeboten. Damit können die Hamburger das gesamte Spektrum im Investmentbereich abdecken: vom Portfolioaufbau über unterschiedliche Anlagestile und digitale Kundenbetreuung bis hin zu automatisiertem und personalisiertem Reporting.
Firmenlenker Plate hat mit seinem Team und viel Herzblut die Hausaufgaben gemacht. Das Feld ist bestgellt, nun sollte die Zeit der Ernte folgen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis Investoren das Potenzial der Aktie erkennen und die Unterbewertung dieses Spezialwerts abgebaut wird. Anleger mit Weitblick, die auf dieses Szenario setzen wollen, können daher einen Fuß in die Tür stellen. Im Real-Depot wird bereits auf den bevorstehenden Turnaround gesetzt – in der operativen Entwicklung und im Kursverlauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von LAIQON befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
06.05.2026, 12:12