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12.01.2020 Marion Schlegel

Daimler-Großaktionär: Schlägt Geely in Großbritannien zu?

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Geely

Der angeschlagene Sportwagenhersteller Aston Martin Lagonda könnte einem Pressebericht zufolge finanzielle Hilfe aus China bekommen. Der Autohersteller Geely, der unter anderem an Daimler beteiligt ist, prüfe derzeit eine Beteiligung an dem seit 2018 an der Börse notierten britischen Hersteller, berichtete die "Financial Times" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Derzeit untersuche Geely die Bücher. Der deutsche Autohersteller Daimler, an dem die Chinesen rund zehn Prozent halten, verkauft bereits Motoren an die Briten.

An der Börse sorgte der Bericht für einem Sprung des Aktienkurses von Aston Martin von bis zu 20 Prozent. Bis zum Handelsende bröckelte das Plus auf rund 13 Prozent ab. Die Aktie ist wegen der vielen Probleme wie dem sinkenden Absatz, hohen Kosten und den Folgen des Brexit seit Monaten unter Druck. Auch nach dem Anstieg am Freitagnachmittag liegt der Kurs mit 460 Pence etwa 75 Prozent unter dem Emissionspreis.

Geely (WKN: A0CACX)

Linglong Tire, Huawei und viele andere: Geely knüpfte im vergangenen Jahr startegische Partnerschaften wie am Fließband. Geely ist ein spannender Player der E-Mobilität. Zuletzt hat sich das Chartbild hat sich deutlich aufgehellt, auch die 200-Tage-Linie konnte vor einigen Wochen nach oben durchbrochen werden. Damit nimmt die Umkehrformation weiter Formen an.

Daimler (WKN: 710000)

Die Aktie von Daimler hingegen kämpft hingegen gerade mit der wichtigen 200-Tage-Linie. Positiv ist, dass zuletzt der Support bei 48,50 Euro verteidigt werden konnnte. Der nächste Widerstand liegt bei 51,05 Euro. Wird diese Hürde genommen, hätte die Daimler-Aktie Luft bis 53,20 Euro. Der nächste hartnäckige Widerstand aus den Monaten Oktober/November wartet dann bei 54,50 Euro auf das Papier des Auto-Herstellers. Das 52-Wochen-Hoch, das im April vergangenen Jahres markiert wurde, liegt bei 60,00 Euro.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

(Mit Material von dpa-AFX)

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