Die Infineon-Aktie pendelte seit Anfang 2023 in einer breit gefassten Range zwischen 28 und 38 Euro seitwärts – kleinere Fehlausbrüche nach oben oder unten inklusive. Kurz vor Weihnachten nahm der Titel wieder Kurs auf die obere Begrenzung dieser Seitwärtsrange. Zum Jahresstart gelang schließlich der dynamische Ausbruch.
AKTIONÄR-Leser wissen: Infineon-Vorstand Jochen Hanebeck rechnet „auf Jahre mit einem Boom bei KI-Chips“ und kräftigem Wachstum bei Halbleitern für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren.
Bernstein Research hat zum Jahresstart den Ball aufgenommen: Das Geschäft rund um Power-Chips für KI-Server bleibe der wichtigste Treiber, so Analyst David Dai. Er bestätigte die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 51 Euro. Auch die Mehrheit der Analystenkollegen hebt weiterhin den Daumen für die DAX-Aktie.
Wichtig: Die KI-Power dürfte in den kommenden Quartalen auf ein sich stabilisierendes Kerngeschäft treffen – insbesondere bei Leistungshalbleitern und Systemen für industrielle Energie- und Leistungselektronik wie erneuerbare Energien, Industrieantriebe oder Ladeinfrastruktur. Eine Belebung des Automotive-Geschäfts könnte zusätzliche Impulse liefern.
Diese Mischung kommt bei den Anlegern gut an: Zum Wochenstart hat die Aktie das vom AKTIONÄR in Aussicht gestellte Kaufsignal generiert und sowohl das Hoch aus dem Juli bei 38,72 Euro als auch das Jahreshoch bei 39,43 Euro aus dem Februar überwunden. Erweist sich der Ausbruch als nachhaltig, könnte nun das Mehrjahreshoch aus dem Jahr 2021 bei 43,85 Euro ins Visier genommen werden.
DER AKTIONÄR hält an seiner grundsätzlich positiven Einschätzung zu Infineon fest. Die starke Positionierung in strukturell wachsenden Bereichen wie der Stromversorgung für KI-Systeme sorgt für reichlich Fantasie. Ein zuversichtlicher Ausblick von Wettbewerber Microship passt da gut ins Bild. Belastbare Zahlen von Infineon gibt es Anfang Februar. Anleger mit Weitblick bleiben daher investiert.
Sie interessieren sich für die Welt der heimischen Nebenwerte? Mit den kostenlosen Real-Depot News können Sie sich unverbindlich ein Bild von den vielseitigen Anlagemöglichkeiten im Small-Cap-Bereich machen. AKTIONÄR-Redakteur Michael Schröder schreibt Ihnen seine Einschätzung zu interessanten Investmentideen und aussichtsreichen Nebenwerten.
06.01.2026, 10:20