07.03.2019 Jochen Kauper

Continental: Gewinn runter, Dividende rauf – was macht die Aktie?

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Continental
Trendthema

Conti will seine Aktionäre nach einem schwachen Jahr mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Die Ausschüttung je Aktie wird um 25 Cent auf 4,75 Euro steigen. Das teilte der Autozulieferer am Donnerstag in Hannover mit.

Mit der Ankündigung, die Dividende auf 4,75 Euro zu erhöhen, hat Conti-Chef Analysten und Aktionäre positiv überrascht. Das entspricht immerhin einer Dividendenrendite von 3,3 Prozent. Schließlich lief es beim Autozulieferer n dne letzten Monaten alles andere als gut. Die Aktie war 2018 unter anderem wegen zwei Gewinnwarnungen um mehr fast 50 Prozent in die Knie gegangen.Der Start in das neue Jahr ist allerdings geglückt. 20 Prozent Plus können sich sehen lassen.

Umsatz Continental AG (in Mrd. Euro)

Continental gab auch seine endgültigen Zahlen für das Jahr 2018 bekannt: Der Umsatz ging um 0,9 Prozent zurück, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 13,3 Prozent auf 4,12 Milliarden.

Schwierige Phase

Elmar Degenhart hat 2008 das Steuer bei Conti übernommen. Es ist die erste unruhige Pahse, durch die der Manager den Konzern lenken muss. Grundsätzlich gilt für Conti:Conti, größter Autozulieferer der Welt, weit vor Bosch, Denso und ZF Friedrichshafen, und hat mit wichtigen Unternehmen der IT-Branche wie Nokia-Microsoft, IBM und Cisco aussichtsreiche Partnerschaften. „Conti kann zu einem wichtigen Player im schnell schwachsenden Feld der „Conncectivity“ werden. Mit diesem Feld kann es gelingen, einen neuen großen Wachstumsschub in den nächsten zehn Jahren zu generieren“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Kaufen?

Fazit: Man kann es drehen und wenden wie man will: Die Ausstattung mit Elektronik und Software wird weiterhin sehr stark zunehmen, angetrieben durch wachsende Ansprüche der Endverbraucher sowie zunehmend strengere gesetzliche Vorgaben bei Sicherheit und Energieverbrauch.

Wie für BMW, Daimler und Volkswagen gilt auch für Conti. Der Umbruch in der Autobranche wird kein Sprint, sondern eher ein Marathonlauf.

Die Aktie hat sich zwar seit Jahresbeginn wieder erholt, ein Kauf drängt sich dennoch nicht auf. Ein technisches Kaufsignal ergibt sich erst dann, sobald die Aktie den horizontalen Widerstand bei 150 Euro aus dem Weg räumt. Im Anschluss müsste die wichtige 200-Tage-Line als Trendbestätigung genommen werden.