Investieren wie Peter Lynch - So geht's
29.03.2019 Jochen Kauper

BYD: Schwache Margen, starker Ausblick!

-%
BYD

Die Aktie des chinesischen Elektroautobauers BYD ist in den letzten Tagen unter Druck gekommen. Grund war die Tatsache, dass die Regierung in China die Subventionen für Elektroautos kräftig gekürzt hat. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Ausblick hellten die Stimmung unter den Anlegern wieder etwas auf.

BYD hat am Mittwoch die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 bekannt gegeben. Der Umsatz kletterte um knapp 23 Prozent auf rund 130 Milliarden Renminbi. Beim Jahresüberschuss musste BYD jedoch Abstriche machen. Dieser ging um rund 32 Prozent auf 2,78 Milliarden Renmimbi nach unten. Die Marge betrug 2,1 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei rund vier Prozent.

Vielversprechender Ausblick

Der Ausblick von BYD jedoch stimmt positiv: Der Elektroautobauer hat für das erste Quartal 2019 einen knackigen Gewinnanstieg in Aussicht gestellt. Das Plus soll zwischen 584 und 779 Prozent liegen. Dabei sollte man sich als Anleger jedoch nicht täuschen lassen. Das Ergebnis im Vorjahresquartal war sehr schwach ausgefallen, die Basis also ist extrem niedrig.

2019 will die Mannschaft von BYD-Chef-Wang Chuanfu 650.000 Autos verkaufen. Das wäre ein Plus von 25 Prozent. Der Großteil der verkauften Flitzer wird einen elektrischen Antrieb haben, Gut möglich, dass BYD die Zahl seiner verkauften New Energy Vehicles (Elektroautos und Hybride) im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln kann. Zur Erinnerung: 2018 wurden von den NEVs 227.000 verkauft.

Geely oder BYD?

Die Margen für 2018 waren schwach, der Ausblick jedoch ist gut. Die Aktie hat nach den schwachen letzten Tagen wieder nach oben gedreht. BYD hat im Vergleich zur Konkurrenz den Vorteil, die Batterien für seine Elektroflitzer selbst zu fertigen. Ein Alleinstellungsmerkmal. Dagegen sind Daimler, BMW und Co auf die asiatischen Hersteller LG Chem, CATL und Samsung SDI angewiesen. Keine gute Ausgangs- und sicherlich auch keine gute Verhandlungsposition für die deutschen Autobauer.

BYD will seine Batteriekapazitäten schnell ausbauen. Ziel ist von aktuell 16 GwH auf 66 GwH. Die Aktie bleibt langfristig eine spannende Wette auf den Ausbau der Elektromobilität in China. Favorit unter den chinesischen Autoaktien bleibt aus Sicht des AKTIONÄR allerdings Geely.

Buchtipp: Blitzscaling

Viele Unternehmer oder Gründer wollen durchstarten, vielleicht sogar das nächste Amazon, Facebook oder Airbnb aufbauen, kommen aber nicht vom Fleck. Doch was unterscheidet die Start-ups, die es nicht schaffen und wieder vom Markt verschwinden, von denen, die erfolgreich zu globalen Giganten heranwachsen? Sie wachsen in der Gründungsphase nicht schnell genug – das zeigen zahlreiche Beispiele. Die Lösung? Das Blitzscaling: eine Methode für extrem schnelles Wachstum unter unsicheren Rahmenbedingungen. Die Unternehmer und „New York Times“-Bestsellerautoren Reid Hoffman und Chris Yeh enthüllen in ihrem neuen Buch, wie man mit Blitzscaling die Konkurrenz schlägt. Folgen Sie den beiden und errichten Sie schon bald Ihr eigenes Airbnb!

Autoren: Hoffman, Reid Yeh, Chris
Seitenanzahl: 336
Erscheinungstermin: 01.10.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-698-1