26.03.2019 Jochen Kauper

BYD: Neuer Elektroflitzer vorgestellt

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BYD
Trendthema

BYD schickt mit dem e1 einen neuen Elektroflitzer ins Rennen. Mit dem kleinen Stadtflitzer will BYD-Chef Wang Chuanfu im Bereich der „New Energy Vehicles“ weiter punkten. Derweil konnte BYD einen weiteren Auftrag in seiner E-Bussparte einsammeln. Die Aktie sucht nach einer tragbaren Untersetzung.

BYD stellte mit dem Kleinwagen BYD e1 sein jüngstes Mitglied seine Portfolios an Elektroflitzern vor. Der neue von BYD ist wohl am besten als ein Mix aus Smart und Toyota Aygo zu beschreiben. Der e1 wird mit einem Elektromotor mit 45 kW angetrieben. Die Reichweite soll zwischen 300 Kilometern und 350 Kilometer liegen. BYD schickt das neue Modell als Konkurrenz zum Benben EV und dem BAIC EC3 ins Rennen. Vorbestellungen für den BYD e1 sind ab 1. April möglich.

Quelle: BYD

E-Bus-Sparte: Neuer Deal und Produktionsstopp
Darüber hinaus hat BYD einen weiteren Deal an Land gezogen. Die Firma stattet den Flughafen in Brüssel mit 30 Elektrobussen aus. Die ersten Exemplare der 12-Meter-Busse sind bereits in Betrieb genommen worden.

Für BYD ist es bereits der zweite Auftrag eines europäischen Flughafenbetreibers. Am Amsterdamer Schiphol Airport sind E-Busse der Chinesen bereits seit Juni 2015 im Einsatz – inzwischen insgesamt 35 Exemplare.
Dennoch sorge eine Meldung gerade eben aus dem spannenden Bereich der Elektrobusse für Irritationen. Das Joint Venture GAC BYD stellte vor kurzem die Produktion von Elektrobussen ein. Offiziell aus „saisonalen Gründen“. Dadurch kam unter anderem die Aktie etwas unter Druck.

Alleinstellungsmerkmal
Es bleibt dabei: BYD hat mit seiner eigene Batterieproduktion ein Alleinstellungsmerkmal. Viele andere Autobauer sind auf Zulieferer wie CATL, Samsung SDI oder LG Chem angewiesen.
BYD-Chef Wang Chuanfu will die Batterieproduktion von 16 GWh auf über 60 GWh im Jahr 2020 ausbauen. Zum Vergleich: Der größte Konkurrent CATL will bis 2022 Batteriezellen für 88 GWh fertigen. Dabei ist die Börsenbewertung von CATL bereits jetzt an der Heimatbörse im Vergleich zu BYD 25 Prozent höher.

Geduld ist gefragt

BYD ist und bleibt eine spannende, wenn auch spekulative Möglichkeit am Boom der Elektromobilität in China zu partizipieren. Anleger sollten jedoch gute Nerven und einen langen Atem mit bringen. Stoppkurs: 4,65 Euro.