Kurz nachdem DER AKTIONÄR über die Handelsaussetzung bei Bumble berichtete, veröffentlichte der US-Konzern auch schon die konkreten Übernahmedetails. Für die Aktionäre gibt es nochmals einen deutlichen Aufschlag. Trotzdem bleibt die langfristige Performance für Aktionäre der ersten Stunde weiterhin enttäuschend.
Konkret zahlt der Käufer Ithaca Holdings im Rahmen der Übernahme 1,3 Milliarden Dollar in bar für Bumble. Je Bumble-Aktie erhalten Aktionäre demnach 6,05 Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von rund 138 Prozent auf den unbeeinflussten Schlusskurs vom 9. Oktober 2026 und einem Aufschlag von rund 119 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage zum Stand vom 9. Oktober 2026. Gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 59 Prozent.
Gründerin und CEO Whitney Wolfe Herd soll auch nach der Transaktion bei Bumble bleiben, den Chefposten jedoch an die Ravi Gupta und John Hegeman, die Co-CEOs von Ithaca, abgeben.
Langfristig bleibt jedoch auch der Übernahmepreis von 6,05 Dollar klar unter den Spitzenkursen aus 2021 zurück. Damals notierte die Aktie im Hoch bei über 75 Dollar.
Nachfolgend lesen Sie den ursprünglichen Artikel:
Die Aktie von Bumble ist am Montag nach einem Übernahmebericht um fast 50 Prozent nach oben geschossen. Inzwischen ist der Handel mit dem Papier ausgesetzt. Das Wall Street Journal berichtet von fortgeschrittenen Gesprächen über einen milliardenschweren Deal.
- Bumble könnte mit rund einer Milliarde Dollar bewertet werden.
- Ithaca Holdings soll den Dating-App-Anbieter übernehmen und von der Börse nehmen wollen.
- Bumble-Gründerin Whitney Wolfe Herd könnte beteiligt bleiben.
Vor dem Kurssprung lag die Marktkapitalisierung von Bumble bei rund 389 Millionen Dollar. Eine Bewertung von einer Milliarde Dollar würde damit einem deutlichen Aufschlag entsprechen. Am Montag kletterte die Aktie zeitweise auf 3,97 Dollar. Zuletzt wurden 3,81 Dollar aufgerufen.
Laut dem Bericht des Wall Street Journal befindet sich Bumble in fortgeschrittenen Gesprächen mit Ithaca Holdings. Das von zwei Führungskräften aus dem Silicon Valley gegründete Unternehmen will Künstliche Intelligenz und weitere Technologien stärker in seinen Beteiligungen einsetzen. Eine Übernahme von Bumble wäre eine der ersten größeren Transaktionen.
Gründerin könnte beteiligt bleiben
Auch Bumble-Gründerin und CEO Whitney Wolfe Herd könnte bei einem möglichen Deal eine wichtige Rolle spielen. Berichten zufolge dürfte sie einen Teil ihrer Beteiligung in die Transaktion einbringen und dem Unternehmen verbunden bleiben. Eine Vereinbarung könnte noch in dieser Woche bekannt gegeben werden. Allerdings ist der Abschluss bislang nicht gesichert.
Bumble steht wie andere Dating-Plattformen unter Druck. Das Wachstum in der Branche hat sich verlangsamt, zudem lässt das Engagement jüngerer Nutzer nach. Auch die Match Group mit Tinder, Hinge und OkCupid kämpft mit diesen Herausforderungen. Reuters hatte bereits zuvor berichtet, dass Bumble angesichts der schwierigen Marktlage einen Verkauf prüfe.
Der Kurssprung ist für langfristige Bumble-Aktionäre nur ein schwacher Trost: Gegenüber dem Rekordhoch auf Schlusskursbasis von 75,46 Dollar im Februar 2021 hatte das Papier bis zum gestrigen Handelsschluss trotz des starken Kurssprungs am Montag rund 95 Prozent an Wert verloren. Die Aktie ist trotz der Kursausschläge kein Kauf. Stattdessen setzen Anleger jetzt auf diese Empfehlungen.
Heute, 14:16
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