Mit der Aktie von BMW ging es zuletzt in einem für Automobilhersteller sehr schwierigen Marktumfeld immer weiter nach unten. Ausgehend vom Jahreshoch bei 97,92 Euro hat sich der Kurs des DAX-Konzerns mittlerweile nahezu halbiert. Immerhin gibt es vereinzelt auch Meldungen, die Hoffnung machen.
So liegt der Münchner Automobilhersteller bei den Neuzulassungen seiner neuen Elektroautos in Europa derzeit vor Mercedes-Benz. Zwischen März und Ende August kamen laut Dataforce-Daten, über die das „Handelsblatt“ berichtet, 36.500 BMW iX3 auf die Straße. Mercedes-Benz erreichte mit dem elektrischen GLC im gleichen Zeitraum gut 16.100 Zulassungen.
Für BMW markiert der iX3 den Auftakt der „Neuen Klasse“, der Plattform, auf der weitere künftige Elektromodelle aufbauen sollen. Bei Mercedes kommt dem GLC eine besonders wichtige Rolle zu: Intern gilt das Modell laut Bericht als „Schicksalsmodell“ für Vorstandschef Ola Källenius. Beide Hersteller wollen mit den Fahrzeugen den mehrjährigen Absatzrückgang bremsen.
Der Start des GLC wurde im Frühjahr durch Engpässe bei der Lieferung von Batteriezellen des Zulieferers CATL und bei Bordnetzen beeinträchtigt. Nachdem diese Schwierigkeiten behoben waren, verbesserten sich die Zulassungszahlen deutlich. Im August lag der Abstand zwischen den beiden Modellen bei 1.300 Fahrzeugen: 5.400 neu zugelassene GLC standen 6.700 iX3 gegenüber.
BMW ist derzeit sehr aktiv, will sein Modellangebot straffen, Produktionsabläufe beschleunigen und die Zusammenarbeit mit Zulieferern intensivieren. Das Händlernetz in China soll "auf die richtige Größe" gebracht werden. Die Manager der deutschen Automobil-Konzerne haben viele Baustellen. Der wichtigste Automarkt der Welt China bleibt schwierig. In Europa drängen auch noch BYD, Nio, Xpeng & Co auf den Markt. Die zu Jahresbeginn noch leicht vorhandene Euphorie rund um die Einführung der Neuen Klasse ist verflogen. Anleger sollten zunächst eine klare Bodenbildung abwarten.
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