Die US-Telekombranche steht vor einem Umbruch. Im nachbörslichen Handel verloren AT&T fast sieben Prozent, T-Mobile US und Verizon fünf Prozent. Auslöser war die Ankündigung von SpaceX, ein landesweites Frequenzpaket im 800-Megahertz-Bereich von Grain Management zu übernehmen.
Damit erhält Starlink Mobile die Grundlage für ein Netz, das Satellitenverbindungen und terrestrische Infrastruktur verknüpft. SpaceX könnte so zum direkten Herausforderer der etablierten Mobilfunkkonzerne werden. Geplant ist die vollständige Übernahme der 800-MHz-Bestände von Grain Management. Das Portfolio umfasst bis zu 14 Megahertz gepaarter Niederfrequenzbänder.
Das 800-MHz-Spektrum soll eine zuverlässige Versorgung in Gebäuden, im Freien und in schlecht erreichbaren Regionen ermöglichen. Die niedrigere Frequenz kann physische Hindernisse wie Gebäudewände besser durchdringen. Nach Angaben von SpaceX unterstützen die meisten vorhandenen Mobiltelefone das Band bereits, ohne dass Änderungen nötig wären.
Nach endgültiger Genehmigung durch die Federal Communications Commission (FCC) will Starlink Mobile Satelliten-zu-Mobilfunk-Verbindungen mit einem terrestrischen Netz kombinieren. Rückenwind gibt eine weitere Entscheidung der Behörde: In dieser Woche genehmigte die FCC die Gen2-Konstellation. Damit ist der Start von 15.000 Satelliten erlaubt, die weltweit für das 2-GHz-Spektrum ausgelegt sind. SpaceX zufolge sollen sie mehr als die 100-fache Bandbreite der aktuellen Generation liefern.
Grain Management hatte das 800-MHz-Portfolio erst im August 2026 von T-Mobile übernommen – im Tausch gegen Barmittel und Grains 600-MHz-Spektrum.
SpaceX will Starlink Mobile mit Low-Band-Frequenzen zum ernsthaften Telekomkonkurrenten in den USA machen. Die Aktie kann nachbörslich 1,3 Prozent zulegen auf 160,57 Dollar. DER AKTIONÄR findet die Aktie äußerst spannend und setzt im AKTIONÄR-Depot auf steigende Kurse. Anleger müssen zwar Geduld mitbringen, langfristig sollte sich diese aber klar auszahlen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
Aktien der SpaceX befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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