22.03.2019 Nikolas Kessler

Bitcoin kämpft um 4.000 Dollar – Hoffnung auf heißen Krypto-Sommer

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Bitcoin
Trendthema

Der Bitcoin-Kurs hat sich am Donnerstagnachmittag wieder bis auf wenige Dollar an die psychologisch wichtige 4.000er-Marke angenähert, an einigen Exchanges hat er sie zeitweise sogar gerissen. Dem kurzfristigen Chartbild tut das allerdings keinen Abbruch – und auch mittelfristig rechnen einige Branchenschwergewichte offenbar mit einer Besserung der Lage.

Trotz des plötzlichen Rücksetzers bleibt das Chartbild aussichtsreich. Denn zum einen konnte ein Teil der Verluste in den vergangenen Stunden wieder ausgeglichen werden. Zum anderen ist aus technischer Sicht ohnehin die horizontale Unterstützungszone im Bereich von 3.920 Dollar wichtiger als die runde Marke von 4.000 Dollar – und Erste blieb im Zuge des Pullbacks unversehrt.

Darüber hinaus ist der seit Ende 2018 gültige, moderate Aufwärtstrend nach wie vor intakt. Es besteht also weiterhin Hoffnung auf einen baldigen Sprung über die Marke von 4.080 Dollar, die der Kurs in dieser Woche (noch) nicht überwinden konnte. Bei einem nachhaltigen Ausbruch wäre das Februar-Hoch bei rund 4.200 Dollar das nächste Zwischenziel.

Dieses stellt auch die obere Begrenzung des seit Dezember 2018 gültigen Seitwärtstrends dar. Knapp oberhalb von 4.200 Dollar verläuft zudem der seit über einem Jahr gültige Abwärtstrend – ein Sprung über beide Marken und der damit verbundene Ausbruch aus der Dreiecksformation wäre ein technisches Kaufsignal.

Bereits in der Vorwoche hatte Krypto-Experte Tom Lee der aktuellen Kursentwicklung den Status einer Richtungsentscheidung beigemessen: „Wenn sich der Bitcoin über 4.000 Dollar halten kann, wird er die 200-Tage-Linie etwa im August zurückerobern“, sagte er bei CNBC. Und dann sehe es beim Bitcoin auch wieder nach Bullenmarkt aus.

Bitmain fährt die Mining-Aktivität hoch

Bitmain, der weltgrößte Anbieter von Mining-Hardware und Betreiber einiger großer Mining-Pools, bringt sich derweil ebenfalls für einen heißen – oder bessergesagt verregneten – Krypto-Sommer in Stellung. Während der Regenzeit im Südwesten Chinas, die üblicherweise im Mai startet, will das Unternehmen rund 200.000 zusätzliche Mining-Geräte in der Region aufstellen, um dort vom billigen Strom aus Wasserkraft zu profitieren.

Der Grund ist laut dem Portal Coindesk folgender: In der aktuellen Marktphase sei es lukrativer, die Hardware selbst zu nutzen, als sie mangels Nachfrage nur zu lagern oder mit größeren Rabatten loszuschlagen. Nachdem sich zahlreiche Miner während der Flaute bei Bitcoin & Co im vergangenen Jahr zurückgezogen hatte, rechnen einige Beobachter für die kommenden Monate nun wieder mit einem deutlichen Anstieg der Hash Rate im Netzwerk.

Grundsätzlich machen die aktuellen charttechnischen und fundamentalen Entwicklungen Hoffnung, dass sich die Lage bei Bitcoin & Co weiter bessert. Krypto-Enthusiasten brauchen aber weiterhin Geduld.

Hinweis auf Interessenkonflikt:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.