7 Top-Tipps von Florian Söllner >> Chance nutzen
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28.08.2020 Michel Doepke

Bayer, Pfizer und Co: Corona-Durchbruch?

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Bayer

Blutverdünner können bei Covid-19-Patienten das Sterberisiko deutlich senken. Das berichten US-Mediziner nach einer Studie mit knapp 4.400 Teilnehmern im "Journal of the American College of Cardiology". Damit könnte der Einsatz von Blutverdünnern in der Behandlung von schweren Covid-19-Verläufen zunehmen und Herstellern wie Pfizer (Eliquis) oder Bayer (Xarelto) zusätzliche Verkäufe ermöglichen.

Laut der Studie ging die Behandlung mit Blutverdünnern - unter Berücksichtigung des Zustands der Patienten - mit einer etwa halbierten Todesrate einher. Zudem war das Risiko für eine künstliche Beatmung um etwa 30 Prozent reduziert, wie die Gruppe um Valentin Fuster vom Mount Sinai Hospital in New York schreibt.

Sterberisiko reduziert

Zwar starben knapp 29 Prozent jener Patienten, die therapeutisch mit Blutverdünnern behandelt worden waren. In jener Gruppe, die keine solchen Arzneien bekam, waren es knapp 26 Prozent. Berücksichtigen die Forscher aber Vorerkrankungen und andere Gesundheitsfaktoren der Teilnehmer, war das Sterberisiko der therapeutisch mit Blutverdünnern behandelten Patienten um 47 Prozent geringer. In jener Gruppe, die die Medikamente vorsorglich erhalten hatte, war das Risiko um 50 Prozent reduziert.

Gefragte Medikamente

Mit Blutverdünnern verdienen Unternehmen wie Pfizer oder Bayer Milliarden. Das US-Unternehmen soll mit dem Produkt Eliquis im laufenden Jahr rund 4,2 Milliarden Euro einnehmen. Der DAX-Konzern Bayer mit dem Konkurrenzprodukt Xarelto sogar etwa 4,41 Milliarden Euro.

Bayer (WKN: BAY001)

Dass Blutverdünner das Sterberisiko bei Covid-19-Patienten senken können, ist positiv zu werten. Allerdings lässt ein großer Durchbruch weiter auf sich warten. Bei Bayer dominieren ohnehin die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA das Geschehen. Noch immer ist unklar, welche Forderungen insgesamt auf den Leverkusener Konzern zukommen (bei einer derzeitigen Nettoverschuldung von rund 36 Milliarden Euro). Bayer ist derzeit kein Investment. Auch die Pfizer-Aktie befindet sich aktuell nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)

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