Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
21.05.2019 Michel Doepke

Bayer: Das muss jetzt schnell gehen

-%
Bayer

Bayer hat mit der Übernahme von Monsanto und den daraus resultierenden Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA jede Menge Vertrauen am Kapitalmarkt verspielt. Die jüngst bekannt gewordenen Stakeholder-Listen von Monsanto setzen dem ganzen die Krone auf. Dafür hat sich Bayer entschuldigt. Nun soll der Fall aufgearbeitet werden. Dafür schaltet Bayer die internationale Anwaltskanzlei Sidley Austin ein.

Listen in mehreren Ländern angelegt

Wie Bayer berichtet, gehe das Unternehmen davon aus, dass die Agentur FleishmanHillard im Auftrag von Monsanto Listen mit Stakeholdern in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Spanien und dem Vereinigten Königreich angelegt habe sowie zu Stakeholdern im Zusammenhang mit EU-Institutionen.

Demnach habe die Kanzlei ihre Arbeit begonnen, die unter anderem die Analyse der Listen und die darin aufgeführten Daten umfasst. Bayer erklärt: "Danach wird die Kanzlei die auf den Listen verzeichneten Personen in Übereinstimmung mit den geltenden Datenschutzgesetzen proaktiv kontaktieren und sie genau informieren, um welche Daten es sich handelt." Dieser Prozess solle in naher Zukunft beginnen, spätestens Ende der kommenden Woche.

Bayer reagiert

Die Leverkusener haben nach Bekanntwerden der Listen beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Agentur FleishmanHillard zu beenden. Das ist die einzig logische Konsequenz.

Ein Chart sagt mehr als 1.000 Worte

Für Bayer fällt mit der Aufarbeitung des Skandals um die Stakeholder-Listen der Startschuss für die Zurückgewinnung des Vertrauens. In den USA richten sich die Blicke weiter auf die nächsten Glyphosat-Prozesse. Charttechnisch ist es für die Bayer-Aktie wichtig, das Mehrjahrestief bei 53,65 Euro (Xetra-Notierung) nicht zu unterschreiten. Sonst droht ein weiterer Abverkauf in Richtung 50,00 Euro. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Long-Positionen weiter meiden.

Buchtipp: Management by Internet

Die digitale Transformation ist in vollem Gange: Das Internet hat unser Leben verändert und auch Unternehmen müssen auf diesen Wandel reagieren. Management by Internet – das bedeutet, neue Werte wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität, die für „Digital Natives“ schon längst Alltag sind, auch in der Unternehmenskultur zu verwirklichen. Nur dann gelingt es, talentierte Nachwuchskräfte an sich zu binden, Mitarbeiter immer wieder aufs Neue zu motivieren und innovativ zu bleiben. Wie man diese neuen Führungsmodelle umsetzt und zugleich alte Unternehmensstrukturen gekonnt mit der neuen Wertewelt vereint, zeigt der Experte für Digital Leadership Dr. Willms Buhse unter anderem anhand von Unternehmen wie Bosch und Bayer sowie zahlreichen weiteren Beispielen aus der Praxis. Erfahren Sie, wie Unternehmen wie Bosch, Bayer, der SWR und viele andere den Wandel angehen und meistern. Lernen Sie, mithilfe welcher Methoden und Instrumente Sie den Wandel einleiten und unterstützen können: Innovative Fehlerkultur mit Rapid Recovery, Strategie-Entwicklung mit BarCamps und OpenSpaces, agile Umsetzung in FedExDays, Stand-ups statt Routinemeetings. Nutzen Sie den Selbsttest „Leadership Assessment“, um zu erkennen, ob die digitale Transformation für Sie noch Neuland ist oder ob Sie schon ein echter Digital Leader sind!

Autoren: Buhse, Willms
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 10.06.2014
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-172-6