29.10.2018 André Fischer

Bayer: Aus Lipobay nichts gelernt

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DAX
Trendthema

Bayer scheint aus dem Lipobay-Skandal nichts gelernt zu haben. Der Cholesterinsenker rief Muskellähmungen und andere schwere Nebenwirkungen hervor. Einige der Patienten starben gar. Im Zuge der Gerichtsverfahren kam ans Licht, dass Bayer erste Anzeichen von Nebenwirkungen ignoriert hatte, um den Erfolg des Medikaments nicht zu gefährden. Obwohl der deutsche Health-Care-Konzern damals „nur“ etwa 1,2 Milliarden Euro an betroffene Kunden zahlte, löste dieser Vertrauensverlust einen nachhaltigen Kursverfall aus.

Im Aktienreport „Der 1.000-%-Short“ vom 28. August 2018 wurde im Zusammenhang mit dem Themenbereich Glyphosat auf ein Worst-Case-Szenario der Barclays-Bank aufmerksam gemacht. So rechneten die Analysten der britischen Bank seinerzeit durch, dass die wegen Glyphosat anhängigen Klagen im Extremfall zu Zahlungen in Höhe von insgesamt 1,3 Billionen Euro führen könnten.

Hohe Zusatzbelastungen

Auch wenn dieses Worst-Case-Szenario nahezu ausgeschlossen erscheint: Selbst wenn nur ein kleiner Prozentsatz der gut 9.000 Glyphosat-Klagen zum Erfolg führt, könnte Bayer schlussendlich mit Zusatzbelastungen im zweistelligen Milliardenbereich konfrontiert werden. Die Bayer-Aktie sollte daher konsequent gemieden werden.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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