18.10.2016 Marion Schlegel

Bayer-Aktie im Aufwind: Analystenurteil beflügelt

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Bayer
Trendthema

Die Aktie von Bayer ist zuletzt im Bereich der 90-Euro-Marke nahezu auf der Stelle getreten. Am heutigen Dienstag kann das Papier erstmals wieder größere Zugewinne verzeichnen. Um die Mittagszeit legt Bayer 1,3 Prozent auf 90,60 Euro zu. Wichtig wäre nun aus charttechnischer Sicht der Sprung über die Hürde bei 91,23 Euro. Von einem Befreiungsschlag ist die Aktie allerdings immer noch weit entfernt. Die 200-Tage-Linie wartet erst im Bereich von 96 Euro.

Unterstützung hat die Aktie von Bayer von Analystenseite erhalten. Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Bayer vor Zahlen zum dritten Quartal, die am 26. Oktober veröffentlicht werden, auf "Buy" mit einem Kursziel von 118 Euro belassen. Nach einer im September abgehaltenen Investorenkonferenz dürfte der Zwischenbericht des Pharma- und Agrarchemiekonzerns nicht mehr viel Neues beinhalten, schrieb Analystin Marietta Miemietz in einer Studie vom Dienstag. Er schätzt, dass die Reaktionen auf die Resultate auch wegen der Unsicherheit um die Monsanto-Übernahme eher neutral ausfallen werden.

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Bayer ebenfalls auf "Buy" mit einem Kursziel von 124 Euro belassen. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern dürfte ein schwaches Jahresviertel hinter sich haben, so Analyst Tim Race. Dabei sollte Bayer aber an seiner Jahresprognose festhalten und auch auf gutem Weg sein, diese zu erfüllen. Überraschungen dürfte es hingegen kaum geben, da der Konzern die Investoren bereits Ende September auf den aktuellen Stand gebracht habe.

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Bayer zwar von 104 auf 99 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen, vom aktuellen Niveau aus, sehen die Experten aber immer noch ein Potenzial von rund zehn Prozent. Die weltweit wichtigsten Pharmakonzerne dürften bei der Umsatzentwicklung im dritten Quartal insgesamt kaum positiv überraschen, so Analyst Jeffrey Holford.

DER AKTIONÄR kann die positive Einschätzung allerdings nicht teilen. Aus langfristiger Sicht gibt es nach wie vor klar bessere Alternativen im DAX.

(Mit Material von dpa-AFX)

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