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BASF und Lanxess: Geduld gefragt

BASF und Lanxess: Geduld gefragt
Foto: BASF
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Thorsten Küfner Heute, 07:23 Thorsten Küfner

Im gestrigen Handel schoss der Kurs der zuvor gebeutelten Lanxess-Aktie regelrecht nach oben. Auch die Anteilscheine von BASF legten deutlich zu. Der Grund waren natürlich die aufkommenden Hoffnungen, dass eine weitere Eskalation im Iran verhindert wird und es Gespräche zwischen den Konfliktparteien gibt. Doch dies dürfte noch etwas dauern.

Die Chemiekonzerne müssen sich daher vorerst weiter auf anhaltend hohe Öl- und Gaspreise sowie eine schwach laufende Weltwirtschaft einstellen. Und auch bei einem anderen Thema ist Geduld gefragt. So gehen nun die bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie in die dritte Runde. Die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC treffen sich an diesem Dienstag um 13 Uhr im rheinland-pfälzischen Bad Breisig, um über eine Lösung in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zu ringen. Die Verhandlungen sind bis Mittwoch angesetzt.

Ende Februar waren die Gespräche ergebnislos vertagt worden, nun erschwert der Krieg im Nahen Osten die Lage, besonders in der Chemieindustrie. Denn die Branche, die viel Gas und Öl verbraucht, ist vom Anstieg der Energiepreise stark betroffen.

Während die Arbeitgeber auf Lohnzurückhaltung pochen und auf die Krise in der Chemieindustrie verweisen, will die IG BCE Jobs sichern und höhere Entgelte über der Inflationsrate erreichen. Auf eine konkrete Lohnforderung hatte sie aber verzichtet. Der aktuelle Tarifvertrag lief Ende Februar aus.

Die Chemie- und Pharmabranche ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach dem Auto- und dem Maschinenbau. Dem Chemieverband VCI zufolge erzielte sie 2025 einen Umsatz von rund 220 Milliarden Euro. Während die Pharmaindustrie wächst, steckt die klassische Chemie seit langem in der Flaute. Ihr machen teure Energie, US-Zölle, die schwache Konjunktur und Überkapazitäten am Weltmarkt zu schaffen. Konzerne wie BASF und Evonik haben Sparprogramme verkündet samt Stellenabbau, teils wurden Anlagen geschlossen.

BASF (WKN: BASF11)

Es bleibt dabei: Mutige können beim günstig bewerteten Dividendentitel BASF an Bord bleiben. Der Stoppkurs sollte bei 39,00 Euro belassen werden. Bei Lanxess sollte weiterhin abgewartet werden, bis eine nachhaltige Bodenbildung oder eine Trendwende gelingt. Solange die Straße von Hormus aber noch blockiert ist, dürfte dieses Unterfangen sehr schwierig werden. 

Lanxess (WKN: 547040)

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Enthält Material von dpa-AFX

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