BASF hebt Prognose an – Aktie sinkt dennoch

BASF hebt Prognose an – Aktie sinkt dennoch
Foto: Michael Probst/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 12:13 Thorsten Küfner
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Der Chemieriese BASF hat seine Eckdaten für das zweite Quartal veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Der Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal 2025 war vor allem auf höhere Preise mit einem positiven Effekt von elf Prozent sowie auf gestiegene Absatzmengen mit einem Plus von sieben Prozent zurückzuführen.

Negative Währungs- und Portfolioeffekte von jeweils ein Prozent wirkten dem teilweise entgegen. Analysten hatten laut Vara für das zweite Quartal 2026 im Durchschnitt einen Umsatz von 16,5 Milliarden Euro erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe belief sich im zweiten Quartal 2026 voraussichtlich auf 2,4 Milliarden Euro. Damit lag es sowohl deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von Vara in Höhe von 2,1 Milliarden Euro als auch deutlich über dem Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro. Ausschlaggebend für den deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahreszeitraum war die Ergebnisverbesserung in allen Segmenten mit Ausnahme von Surface Technologies.

Vor dem Hintergrund der besser als erwarteten Geschäftsentwicklung hebt BASF ihre Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen erwartet nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sondereinflüssen in einer Spanne von 6,9 Milliarden Euro bis 7,7 Milliarden Euro. Zuvor war BASF von 6,2 Milliarden Euro bis 7,0 Milliarden Euro ausgegangen. Die durchschnittliche Analystenschätzung für 2026 liegt bei 7,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2025 hatte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vor Sondereinflüssen 6,6 Milliarden Euro betragen.

Die prognostizierte Ergebnisspanne bleibt aufgrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten unverändert. Für den Free Cashflow rechnet BASF weiterhin mit einem Wert zwischen 1,5 Milliarden Euro und 2,3 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem die höhere Kapitalbindung infolge gestiegener Rohstoffpreise. Die durchschnittliche Analystenschätzung für den Free Cashflow im Jahr 2026 liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2025 hatte der Free Cashflow 1,3 Milliarden Euro betragen.

BASF (WKN: BASF11)

Am Markt hatten mehrere Investoren offenbar auf noch bessere Zahlen gehofft. Die in den vergangenen Handelstagen gut gelaufenen BASF-Anteile geben aktuell um mehr als zwei Prozent nach. Grundsätzlich besteht aber kein Grund zur Sorge. Die Dividendenperle bleibt langfristig attraktiv (Stoppkurs: 39,00 Euro). 

FAQs

Womit erzielt BASF seine Erlöse?

BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.


Was sind die Verbundstandorte bei BASF?

In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.


Zahlt BASF Dividende?

BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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