++ Heiß kaufen, eiskalt verdoppeln ++

BASF: Es wird kritisch

BASF: Es wird kritisch
Foto: Jochen Tack/picture alliance/dpa
Basf SE -%
Thorsten Küfner Heute, 08:20 Thorsten Küfner
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
Top-Analysen. Direkt für Sie. Bei Google.
  • Unsere Analysen ganz oben bei Google
  • Kostenlos schneller informiert
  • Jederzeit anpassbar

Das anhaltende Niedrigwasser am Rhein entwickelt sich zunehmend zu einem großen Problem für BASF & Co. Besonders kritisch ist die Situation am Pegel Kaub im Mittelrhein. Dort fiel der Wasserstand Anfang August erstmals unter die Marke von 20 Zentimetern und erreichte damit einen historischen Tiefstand.

Für die Binnenschifffahrt bedeutet das erhebliche Einschränkungen: Frachtschiffe können wegen des geringen Tiefgangs ihre Ladung nicht mehr vollständig aufnehmen. Für die kommenden Tage wird mit einer weiteren Verschärfung der Situation gerechnet. Die Folgen sind bereits bei Unternehmen wie BASF entlang des Rheins zu spüren. Die Transportkapazitäten der Binnenschiffe sinken, während gleichzeitig die Kosten für die verbliebenen Transporte steigen. Unternehmen müssen deshalb auf alternative Verkehrsträger wie Lastwagen und die Bahn ausweichen. Allerdings sind deren Kapazitäten begrenzt. Branchenverbände warnen deshalb vor steigenden Logistikkosten und möglichen Lieferproblemen.

Für den Chemiekonzern BASF ist der Rhein eine zentrale Versorgungsroute für das Stammwerk in Ludwigshafen. Rund 40 Prozent der dort ein- und ausgehenden Güter werden per Schiff transportiert. Dazu gehören wichtige Rohstoffe und andere Vorprodukte, die für die Produktion benötigt werden.

Der DAX-Konzern hat sich allerdings auf Phasen mit niedrigen Wasserständen vorbereitet. Der Konzern setzt eine größere Zahl speziell für Niedrigwasser geeigneter Schiffe ein, die auch bei geringerer Wassertiefe eingesetzt werden können. Zusätzlich werden Transporte auf die Straße und die Schiene verlagert. Damit lässt sich die Versorgung bislang weitgehend aufrechterhalten.

Ganz ohne Folgen bleibt die Situation jedoch nicht. Durch die geringeren Ladungsmengen pro Schiff steigen die Transportkosten, während alternative Transportwege zusätzliche Kapazitäten beanspruchen. Nach Angaben von BASF kommt es angesichts der weiter sinkenden Pegel in Einzelfällen bereits zu Lieferengpässen. Sollte das extreme Niedrigwasser länger anhalten, dürfte damit auch das Risiko für die Produktionsabläufe am Ludwigshafener Standort zunehmen. In der Vergangenheit hatten niedrige Rheinpegel bei BASF bereits Produktionsstopps zur Folge. Noch ist die Versorgung des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen grundsätzlich gesichert. Doch je länger die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände jedoch anhalten, desto schwieriger und teurer wird es, die Abhängigkeit vom Rhein durch andere Transportwege auszugleichen.

BASF (WKN: BASF11)

Das Niedrigwasser dürfte für BASF immer mehr zum Problem werden. Gut möglich, dass der Chemieriese ähnlich wie 2018 im Zuge dessen die Gewinnprognose etwas korrigieren muss. Die Dividendenperle bleibt zwar für langfristig orientierte Anleger ein attraktives Investment, aktuell drängt sich aber kein Kauf auf. Wer die DAX-Title bereits im Portfolio hat, sollte weiterhin den Stoppkurs bei 39,00 Euro beachten. 

Hinweis auf Interessenkonflikte


Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
BASF - €

Aktuelle Ausgabe

Heiße Tage – eiskalt kaufen: 5 Aktien im Fokus

Nr. 33/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Der Allwetter-Trader

Das Risiko „angreifen“, anstatt sich davor zu verstecken: Der erste Schritt zum Anlage-Erfolg besteht darin, Ihre Einstellung zum Risiko zu ändern. Tom Basso, unter Tradern weltweit eine echte Legende, verrät seine Philosophie, wie man lernt, das Risiko für die eigenen Investitionen zu nutzen. 
Er erklärt innovative Konzepte der extremen Diversifikation, des Future-Handels sowie des Aktienengagements und Sie erfahren, 
wie Sie Ihr Portfolio strukturieren und individuell anpassen können. Anhand seiner eigenen Erfahrungen zeigt Basso Wege auf, um bei jedem Marktklima erfolgreich zu sein. Erstellen Sie Ihre eigene Version eines Allwetter-Ansatzes!

Der Allwetter-Trader

Autoren: Basso, Tom
Seitenanzahl: 224
Erscheinungstermin: 18.09.2025
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86470-978-4

Preis: 29,90 €