Die BASF-Aktie zeigte sich an den vergangenen Handelstagen eher richtungslos und pendelt aktuell weiter im Bereich zwischen 51 und 52 Euro. Geht es nach dem Analysehaus Bernstein Research, so ist dies eine sehr gute Einstiegschance. Denn nach Ansicht des Analysten James Hooper ist der DAX-Titel erst bei 63,00 Euro fair bewertet.
Zuvor lag sein Kursziel noch bei 62,00 Euro. Er begründet den Schritt mit seiner leicht erhöhten Gewinnprognose für das dritte Quartal. Sein Anlagevotum lautet nach wie vor "Outperform". Nach Gesprächen mit dem BASF-Management geht Hooper davon aus, dass das Handelsgeschäft des Unternehmens solide läuft und sich sowohl die Preise als auch die Volumina gut entwickeln.
Kurzfristig kommt die aktuelle Blockade der Straße von Hormus BASF eher zugute. Denn über die Meerenge werden vor allem Öl, Gas und petrochemische Rohstoffe aus dem Nahen Osten nach Asien transportiert. Dementsprechend sind viele asiatische Chemieproduzenten auf diese Lieferungen angewiesen. Da diese nun größtenteils ausfallen, müssen diese Wettbewerber ihre Produktion drosseln. Das verknappt das Angebot und kann Preise sowie Margen von Herstellern mit gesicherter Versorgung stützen. BASF profitiert davon, weil der DAX-Konzern europäische Kunden aus regionalen Produktionsstandorten beliefert. Wenn asiatische Anbieter weniger exportieren, sinkt der Importdruck in Europa. Dadurch kann BASF tendenziell höhere Preise durchsetzen.
Aktuell spielt die Blockade der Straße von Hormus BASF einerseits in die Karten, da sie asiatische Konkurrenten mitunter stark ausbremst, andererseits sorgt sie natürlich beim DAX-Konzern für höhere Energiekosten und bleibt natürlich eine Gefahr für die Weltwirtschaft, von der BASF letztlich auch abhängig ist. Die Aktie bleibt für Mutige attraktiv (Stopp: 39,00 Euro).
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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