Der Chemieriese BASF hat gestern seine Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht und dabei die Gesamtjahresprognose erhöht. Dies kam bei den Experten der DZ Bank gut an. So bestätigte Analyst Peter Spengler seine Kaufempfehlung für die DAX-Titel und den fairen Wert von 64,00 Euro.
Er sieht die angehobene Ergebnisprognose als Zeichen für die Stärke der Kerngeschäfte. In seiner am Mittwoch veröffentlichten Einschätzung verweist er außerdem auf die Gespräche über eine mögliche Evonik-Übernahme und den geplanten Börsengang der Agrarsparte. Diese soll bis Mitte 2027 für einen Gang an die Börse bereit sein.
Bernstein Research bleibt bei „Outperform“, reduziert das Kursziel jedoch von 61 auf 59 Euro. Analyst James Hooper hält nach dem starken dritten Quartal und dem vorsichtigeren Ausblick für die kommenden Monate weitere Fragen zur Entwicklung für offen. Dabei nennt er BASFs Evonik-Pläne, die zyklische Lage in der Basischemie und mögliche zusätzliche Unterstützung der europäischen Chemieindustrie durch die EU. Hooper senkte seine Prognosen für das operative Ergebnis 2027 und rechnet nun mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
JPMorgan bleibt skeptisch
Die US-Großbank JPMorgan bestätigte hingegen die Einstufung „Underweight“ und das Kursziel von lediglich 40 Euro. Chetan Udeshi lobte zwar, dass BASF die Erwartungen begünstigt durch verbesserte Margen auf bereinigter Basis übertraf. Die Zahlen bieten seiner Ansicht nach jedoch auch Argumente für skeptische Anleger: Die aktualisierte EBITDA-Prognose lasse für das vierte Quartal eine schwächere Entwicklung erwarten, als der Konsens bislang unterstellt. Zudem seien das Agrarchemiegeschäft überraschend schwach und der Mittelzufluss weiterhin enttäuschend. Zu den Plänen für Evonik dürfte BASF bei der Analystenkonferenz Stellung nehmen.
Die aktuellen Risiken in der Chemiebranche und bei BASF sollten nicht unterschätzt werden. Mittel- bis langfristig bietet der DAX-Titel aber auch noch durchaus weiteres Aufwärtspotenzial. Wer die Dividendenperle bereits im Portfolio hat, bleibt dabei und sichert die Position mit einem Stoppkurs bei 39,00 Euro nach unten ab.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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