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Foto: Börsenmedien AG, BASF
03.09.2021 Thorsten Küfner

BASF: Das ging schnell

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BASF

Als energieintensives Unternehmen hat BASF natürlich einen sehr hohen CO2-Ausstoß. Diesen will der weltgrößte Chemieproduzent aber in den kommenden Jahren deutlich verringern. Daher setzt der DAX-Konzern auf Strom aus Windkraft. Zu diesem Zweck wurde der Kauf einer Beteiligung an dem dann größten Windpark der Welt jetzt schon abgeschlossen.

Eigentlich hieß es in der im Juni veröffentlichten Vereinbarung, dass der Deal erst im vierten Quartal fixiert werden könne. BASF erhält von Vattenfall 49,5 Prozent am Windpark Hollandse Kust Zuid, der aktuell errichtet wird und bei Inbetriebnahme (für 2023 angepeilt) mit 1,5 Gigawatt der vermutlich größte Offshore-Windpark der Welt sein.

BASF zahlt dafür einen Kaufpreis von 300 Millionen Euro. Zusammen mit dem Beitrag, den BASF zum Bau der vielen Windanlagen beiträgt, beläuft sich das gesamte des Chemieriesen auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Um diese Summe etwas zu verringern, plant BASF wiederum, eigene Anteile an Finanzinvestoren zu veräußern. Aktuell laufen darüber offenbar noch die Verhandlungen.

Den Windstrom will BASF jedenfalls in Zukunft verstärkt nutzen, um die energieintensiven Produktionsstandorte mit grünem Strom zu versorgen und dadurch nachhaltig die CO2-Bilanz zu verbessern. Ein Teil des produzierten Stroms ist jedoch auch zur Versorgung der niederländischen Vattenfall-Kunden mit grünem Strom eingeplant.

BASF (WKN: BASF11)

Dieser Schritt macht angesichts der in den kommenden Jahren stetig steigenden CO2-Bepreisung natürlich absolut Sinn. Es bleibt dabei: Die Aussichten für BASF bleiben gut. Zudem lockt der DAX-Titel mit einer moderaten Bewertung und einer stattlichen Dividendenrendite. Das Chartbild sieht allerdings derzeit eher wenig einladend aus. Im Falle des Bruchs der Unterstützung von 65 Euro drohen weitere Verluste. Ein Neueinstieg drängt sich daher vorerst nicht auf. Wer bereits investiert ist, beachtet den Stopp bei 58,00 Euro.