Investieren wie Peter Lynch - So geht's
29.01.2021 Fabian Strebin

Bank of America: Milliarden-Schatz wartet auf Ausschüttung

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Bank of America

Als die Finanzkrise 2008 zuschlug, kollabierte der Aktienkurs der Bank of America. Allerdings hat das Management daraus gelernt und die US-Großbank in den folgenden Jahren saniert. Seit 2010 ist Brian Moynihan als CEO am Ruder. Er hat einen konsequenten Digitalisierungskurs eingeschlagen und die Kosten gedrückt. Bisher kam das Finanzinstitut auch gut durch die Pandemie. Davon könnten Aktionäre bereits im laufenden Jahr profitieren.

Klar, als Bank, die vor allem im Kreditgeschäft verdient, war das letzte Jahr turbulent. Die Fed hat die Zinsen auf fast null gesenkt und die Rückstellungen für mögliche Ausfälle schossen in die Höhe. Doch bisher ist die große Pleitewelle ausgeblieben. Umso mehr könnte die Bank vom Aufschwung im Frühjahr profitieren. Außerdem arbeitet Präsident Joe Biden an einem neuen Konjunkturpaket ,was Rückenwind geben sollte.

Leichte Unterbewertung

Mit einem erwarteten 2021-er KGV von rund 13 ist die Aktie in etwa so hoch bewertet wie der Branchendurchschnitt. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,9 deutet hingegen eine leichte Unterbewertung an. Interessant für Anleger sind aktuell aber auch die Ausschüttungen der Bank of America, sowohl was die Dividende betrifft als auch die Aktienrückkäufe.

Ausschüttungen sollten steigen

Die Mindestausstattung mit Eigenkapital hat die Fed für die Bank auf 9,5 Prozent festgelegt. Aktuell beträgt die harte Kernkapitalquote aber fast zwölf Prozent. Das sind 36 Milliarden Dollar. Natürlich wird das Management nicht die komplette Summe ausschütten, aber ein Teil davon dürfte an die Anleger zurückgegeben werden. Aufgrund der allgemeinen Begrenzung von Aktienrückkäufen für US-Banken, könnte das Finanzinstitut im ersten Quartal maximal für 3,2 Milliarden Dollar eigene Anteile vom Markt nehmen. Zudem winkt aber noch eine Dividendenrendite von aktuell geschätzten 2,4 Prozent.

Bank of America (WKN: 858388)

Die Aktie hat in den letzten Tagen deutlich korrigiert, nun ist der Kurs aber an der 50-Tage-Linie bei 29,50 Dollar nach oben abgeprallt und wieder nach oben gedreht. Wer noch nicht investiert ist, kann diese Chance nutzen, und eine erste Position aufbauen. Der AKTIONÄR erwartet für das laufende Jahr sukzessive steigende Aktienrückkäufe und auch höhere Ausschüttungen bei der Dividende. Der Aktienkurs sollte von der anziehenden Konjunktur in den USA profitieren.