16.09.2014 Thorsten Küfner

Banco Espirito Santo: Der Name geht, das Chaos bleibt

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Die Verhandlungen über die Neuausrichtung der portugiesischen Banco Espirito Santo gehen weiter. Aktuell ist aber offenbart immer noch nicht geklärt, welcher Teil der Bank an den Staat – Stand jetzt wäre dies der „gesunde“ Teil der Bank – geht und welcher in Besitz der Aktionäre verbleibt – wohl eher die „Bad Bank“ des Instituts. Chaotisch bleibt es jedenfalls weiterhin. Denn am Wochenende haben der bisherige Präsident Vitor Bento sowie Vizepräsident José Honório und Finanzchef João Moreira Rato das Handtuch geworfen. Der Grund hierfür waren Unstimmigkeiten zwischen den Managern und der portugiesischen Zentralbank über die Zukunft der „Novo Banco“ (Neue Bank), wie das angeschlagene Kreditinstitut nun heißen soll.

Kein Handel möglich

Die Aktie der Banco Espirito Santo beziehungsweise der Novo Banco ist jedenfalls immer noch vom Handel ausgesetzt. Hinweise auf eine Wiederaufnahme des Handels gibt es aktuell immer noch nicht.

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