Die AXA-Aktie setzt ihre jüngste Aufwärtsbewegung fort und notiert inzwischen bei rund 42,80 Euro. Damit hat sich das Chartbild weiter verbessert. Nun gibt es auch frischen Rückenwind von Analystenseite: Die kanadische Bank RBC hat ihre positive Einschätzung für den französischen Versicherer bestätigt.
Konkret hat RBC die Aktie von AXA auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Daraus ergibt sich vom aktuellen Niveau aus weiteres Potenzial von gut zwölf Prozent. In einer am Dienstag vorgelegten Studie begründete Analyst Ben Cohen, warum er im aktuellen Umfeld vor allem Versicherer bevorzugt, die schwerpunktmäßig im Schaden- und Unfallgeschäft aktiv sind – und weniger auf Leben oder Rückversicherung setzen.
Gerade mit Blick auf geopolitische Risiken wie den Krieg zwischen Israel und dem Iran seien sogenannte Kompositversicherer aus seiner Sicht besonders interessant. Cohen verweist dabei auf die vergleichsweise geringe Zyklizität dieser Geschäftsmodelle. Stabilisiert werde diese durch einen breiten Mix aus Kundengruppen, Regionen und Produkten. Hinzu kämen operative Verbesserungen, die die Effizienz weiter steigern könnten.
Innerhalb dieser Gruppe sieht RBC AXA sogar vor Allianz. Das ist bemerkenswert, denn der deutsche Branchenprimus gilt bei vielen Anlegern als erste Wahl im europäischen Versicherungssektor. Cohen argumentiert jedoch, dass AXA derzeit mit niedrigeren Bewertungskennzahlen aufwarte und zugleich das größere kurzfristige Potenzial bei den Wachstumstreibern habe. Besonders der Blick auf den nächsten Dreijahresplan, der im September 2026 ansteht, dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen.
Damit wird ein Punkt unterstrichen, der sich schon seit einiger Zeit abzeichnet: AXA überzeugt nicht nur mit ihrer attraktiven Dividendenrendite von 5,9 Prozent, sondern auch mit einer im Branchenvergleich weiterhin moderaten KGV von 9.
Charttechnisch hat AXA derweil ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Die Aktie hat den markanten Widerstand bei 41,46 Euro nicht nur überwunden, sondern sich inzwischen klar darüber festgesetzt.
Nun rückt das Jahreshoch bei 43,61 Euro in den Fokus. Fällt auch diese Barriere, könnte die Aufwärtsbewegung zusätzlich an Dynamik gewinnen. Wichtig bleibt auf der Unterseite, dass die frühere Hürde bei 41,46 Euro nun als Unterstützung verteidigt wird.
DER AKTIONÄR bleibt für AXA positiv gestimmt. Die Aktie hat nach dem charttechnischen Befreiungsschlag weiter an Profil gewonnen, und die jüngste Bestätigung durch RBC passt ins Bild. Bewertung, Dividende und operative Perspektiven sprechen weiter für den Versicherer. Anleger können bei dem Titel deshalb weiter zugreifen.
Heute, 11:42