ASML hat mit starken Zahlen für 2025 seine führende Position als Halbleiterausrüster eindrucksvoll bestätigt. Auch der Ausblick macht Lust auf mehr. Die Anleger haben die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt und seit Anfang September beherzt zugegriffen. Der Kurs hat sich seither mehr als verdoppelt, seit dem Jahreswechsel beläuft sich das Plus auf rund 40 Prozent. Geht da noch mehr?
Zuletzt hat die US-Bank JPMorgan die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 1.515 Euro bestätigt. Die Aktie befindet sich zudem auf der „Analyst Focus List“ für besonders aussichtsreiche Werte. Analyst Sandeep Deshpande verwies auf ein Treffen mit ASML-Finanzvorstand Roger Dassen. Dessen Aussagen signalisierten großes Vertrauen in einen mehrjährigen Aufschwung des Ausrüsters für die Halbleiterindustrie.
Kein Wunder: Die Bedeutung der Extrem-Ultraviolett-Lithografiesysteme (EUV) von ASML nimmt für die Branche weiter zu. AKTIONÄR-Leser wissen: ASML ist das weltweit einzige Unternehmen, das EUV-Lithografieanlagen herstellt, die für die Produktion von Mikrochips mit immer kleineren Strukturen und höherer Leistungsfähigkeit benötigt werden. Zu den Kunden zählen sämtliche führenden Chiphersteller, darunter Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Intel. Die Maschinen von ASML sind zudem unverzichtbar für die Herstellung der KI-Beschleuniger von Nvidia, die wiederum das Rückgrat für Training und Betrieb moderner KI-Modelle in Rechenzentren bilden.
Ein Blick auf den Chart zeigt: Nach Vorlage der Zahlen und des Ausblicks sprang die Aktie auf ein neues Rekordhoch bei 1.302,40 Euro, anschließend ging das Papier zunächst in den Konsolidierungsmodus über. Eine Ausweitung der Verschnaufpause wäre nach der Rally gesund und würde das intakte Chartbild bestätigen. Bei 1.150 Euro liegt zudem eine wichtige Unterstützung. Dort könnte der Kurs drehen und einen neuen Aufwärtsimpuls starten. Zum Wochenstart sieht es jedoch so aus, als würden die ASML-Bullen bereits wieder angreifen. Mit dem Sprung über die Marke von 1.250 Euro würde der Startschuss für eine Trendfortsetzung fallen.
Das Fazit hat Bestand: Nach der kräftigen Kursrally erscheint eine Verschnaufpause und Konsolidierung auf hohem Niveau wahrscheinlich. Bei anhaltend positiver Branchenstimmung dürfte der ASML-Express im Anschluss trotz der historisch hohen Bewertung (2026er-KGV von rund 40) seine Fahrt fortsetzen und Kurs auf die Marke von 1.500 Euro nehmen.
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