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06.05.2021 Benedikt Kaufmann

Ark Innovation: Cathie Woods ETF raucht 2021 ab!

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ARK ETF TR.-INNOV...

2020 hat der ARK Innovation ETF von Cathie Wood noch 150 Prozent zugelegt und damit breite Aktienindizes sowie andere aktiv gemanagte Fonds in den Schatten gestellt. Doch 2021 läuft es nicht gerade rosig für die neue Star-Investorin. Der Innovation ETF hat seit seinem Hoch Mitte Februar knapp ein Drittel an Wert verloren – seit Jahresbeginn sind es immerhin nur elf Prozent Minus.

Das Problem des Flaggschiff-Fonds von ARK Invest ist der anhaltende Ausverkauf hochbewerteter Tech-Aktien, der seit Februar mal mehr mal weniger stark abläuft. Inmitten dieser Rotation weg von Wachstumsaktien tun sich viele Top-Positionen des Innovation ETFs schwer. Denn die disruptiven, innovativen und jungen Unternehmen, die es Cathie Wood angetan haben, gehören ganz eindeutig zu dieser Aktienkategorie.

Ein Problem, das der ARK-Invest-Chefin bekannt sein dürfte. Denn mit dieser Aktienauswahl hatte Wood bereits als Portfoliomanagerin beim Vermögensverwalter AllianceBernstein Erfolg. In den frühen 2000ern managte sie rund fünf Milliarden Dollar und lieferte bis zur Finanzkrise hervorragende Renditen. 2008/09 zeigte sich jedoch, dass ihre Mischung aus überkauften Highflyern noch schneller abrauschte als der Gesamtmarkt. AllianceBernstein forderte von Wood damals die Aufnahme großer Indizes wie dem S&P 500, um die Volatilität ihrer Fonds zu senken.

Sorge vor negativem Rückkopplungseffekt

Zu den Positionen des Innovation ETF, die besonders unter Wasser geraten sind, gehören Tesla, Skillz, Coinbase, Zoom oder Teladoc. Wegen des schwächer werdenden Sentiments gegenüber den Highflyern hat der ARK Innovation ETF in den letzten fünf Tagen Abflüsse im Umfang von 770 Millionen Dollar verzeichnet.

Erneut macht sich unter Anlegern daher die Sorge breit, dass der positive Rückkopplungseffekt rund um die ARK ETFs sich umkehren könnte. Denn die Art der Holdings, die rasanten Kursgewinne und die Medienpräsenz von Wood haben 2020 satte 34,5 Milliarden Dollar in ARK-Fonds fließen lassen. Allein diese Mittelzuflüsse und die damit einhergehenden größeren Positionen bei Wachstumswerten mit geringer Marktkapitalisierung dürften für massive Kurssteigerungen gesorgt haben.

Zudem schreckt ARK nicht zurück zehn oder mehr Prozent an einzelnen Firmen zu halten. Einzig die maximale Gewichtung einer Position innerhalb der ETFs von zehn Prozent ist hier der limitierende Faktor. Müssen hier große Positionen aufgrund von hohen Outflows verkauft werden, droht zudem ein liquiditätsbedingter Kursverfall.

Mögen die langfristigen Wachstumsaussichten vieler Tech-Highflyer verlockend erscheinen, werden die Anleger aktuell daran erinnert, dass an der Börse auch die Bewertung eine Rolle spielt. Ebenso wie Cathie Wood bleibt DER AKTIONÄR für Tech-Aktien jedoch in der Regel bullisch gestimmt.

ARK ETF TR.-INNOV... (WKN: A14Y8H)