07.05.2019 Benedikt Kaufmann

Apple-Investor Warren Buffett: „Eskalation im Handelsstreit unwahrscheinlich“

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Trendthema

Nach dem China-Schock zeigte Apple Stärke. Vom Eröffnungstief bei 204,26 Dollar stieg die Aktie im Tagesverlauf um zwei Prozent an. Das Management sieht die Situation in China positiv – und auch der drittgrößte Apple-Investor Warren Buffett sieht die Chancen auf einen eskalierenden Handelsstreits als unwahrscheinlich an.

Apple in China

Trotz des deutlichen Rückgangs in den vergangenen Jahren bleibt China für Apple ein wichtiger Absatzmarkt. Ein Wiederaufflammen des Handelskonflikts könnte das China-Geschäft jetzt weiter schwächen.

Zwar hat US-Präsident Donald Trump den iPhone-Hersteller von zahlreichen Strafzöllen ausgenommen. Für die Apple Watch, die drahtlosen Kopfhörer Air Pods und den iMac Mini werden keine zusätzlichen Zölle fällig. Doch die weltweiten Lieferketten des iPhone-Konzerns könnten dennoch empfindlich getroffen werden.

Die Reaktion der Apple-Aktie nach den Tweets des US-Präsidenten war daher verständlich. Knapp vier Prozent ging es nach unten.

Management und Großinvestor blicken positiv auf China

In der Apple-Zahlenkonferenz Ende April wagte die Unternehmensführung noch einen positiveren Ausblick auf China. Zum einen haben die Preissenkungen geholfen, zum anderen war es eine Erholung des AppStores seit China wieder Gaming-Lizenzen ausgibt.

Auch der drittgrößte Apple Investor Warren Buffet sieht die Entwicklung in China weniger düster. Das wichtigste sei, wie die Beziehung mit China in den nächsten 3, 5, 10 oder 20 Jahren ist. Zudem sieht die Investorenlegende die Wahrscheinlichkeit für eine langfristig andauernde Eskalation eher gering.

Auf die Frage, wie er das Risiko des Handelskrieges speziell für Apple einstufe, antwortete Buffett: „Kommt eine Rezession, trifft es irgendwann jeden. Die Folgen sind unmöglich einzudämmen wenn zwei Handels-Supermächte aufeinander losgehen und man kann nicht vorersehen, wie es sich entwickelt.“

Anleger bleiben dabei

Für Apple bleibt das China-Risiko. Doch dieses Risiko besteht für beinahe jedes global aufgestellte Unternehmen. Was aktuell zählt ist die attraktive Bewertung der Apple-Aktie und der anhaltende Aufwärtstrend. Anleger bleiben dabei.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.