Lithium-Rallye steht kurz bevor – so profitieren Sie!
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15.12.2020 Markus Bußler

Analyst: Diese Gefahr droht Gold

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Gold

Der Goldpreis verzeichnete gestern einen schwachen Wochenauftakt, kann sich aber heute zum Start in den europäischen Handel erholen. Jetzt meldet sich die Bank of Montreal zum Goldpreis zu Wort. Grundsätzlich bleiben die Analysten positiv für das Edelmetall gestimmt. Sie gehen von einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.915 Dollar für 2021 aus. In einer Studie schreiben sie zudem, dass Gold sich bis 2023 beständig über 1.800 Dollar halten werde. Doch sie sehen auch Gefahren für das Edelmetall.

Diese Gefahren stehen in Zusammenhang mit den Mittelabflüssen, die die weltgrößten Gold-ETFs im November gesehen haben. Nach über einem Jahr mit Mittelzuflüssen verbuchten die ETFS, allen voran der SPDR Gold Shares (GLD) im November deutliche Abflüsse. 107 Tonnen sind aus den ETFs abgeflossen, das ist der zweitgrößte Wert der Geschichte. „Obwohl wir die jüngsten ETF-Abflüsse nicht als neue Normalität betrachten (insbesondere ohne einen bevorstehenden Weg zu Zinserhöhungen), gibt es kaum Zweifel, dass die Nettozuflüsse deutlich unter dem Niveau von 2020 liegen werden. In der Zwischenzeit kehren die Verbraucher zurück, und das Tempo dieses Wechsels wird für die Fundamentaldaten von Gold und Silber im Jahr 2021 von entscheidender Bedeutung sein", sagten die Analysten. Das größte Risiko für Gold im kommenden Jahr sei eine Risk-on-Rallye, bei der Gold eventuell verkauft werden könnte, um Liquidität für eine solche Rallye zu schaffen. BOM bleibt auch für Silber bullish und sieht den durchschnittlichen Silberpreis im kommenden Jahr bei 27,60 Dollar.

Aktuell geht es für Gold erst einmal darum, die seit mittlerweile vier Monaten anhaltende Konsolidierung zu beenden. Insbesondere die Goldminen präsentierten sich gestern erneut schwach. Allgemein gelten diese als Vorreiter für die Bewegung bei Gold. Doch an dieser Stelle eine Warnung: Goldminen waren häufig auch nachlaufend. Bei der Trendwende des Sektors 2015/2016 beispielsweise zog Gold das Tief im Dezember ein, die Minen (gemessen am GDX) aber erst im Januar. Es ist durchaus nicht unüblich, dass sich gerade an Wendepunkten Gold zunächst besser entwickelt als die Goldminen. Charttechnisch ergibt sich nicht viel Neues: Ein Ausbruch über 1.900 Dollar würde das Bild deutlich freundlicher gestalten, ein Rutsch unter 1.800 Dollar bringt ein Tief im Bereich 1.750/1.730 Dollar ins Spiel.

Gold (ISIN: XC0009655157)

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