Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
17.01.2020 Andreas Deutsch

Amazon: Vom Super-Star zum Langweiler

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Amazon.com

Die Rekordjagd an der Wall Street geht weiter – und Amazon-Aktionäre schauen neidisch zu. Indiskutable 1,6 Prozent hat die Aktie des E-Commerce- und Cloud-Giganten seit Jahresbeginn zugelegt – während der Nasdaq 100 auf ein Plus von 17 Prozent kommt. Die Analysten bleiben indes bullish für Amazon.

Es bleibt dabei: Amazon kann den anderen Tech-Riesen derzeit nicht das Wasser reichen. Am Donnerstag verbuchte Alphabet einen Rekord: Der Internet-Riese ist an der Börse erstmals mehr als eine Billion Dollar wert. Alphabet ist erst das vierte Unternehmen, dem dies gelang. Zuvor überstiegen Apple, Microsoft und Amazon die magische Marke.

Mittlerweile ist Amazon nur noch 931 Milliarden Dollar wert.

Amazon-CEO Jeff Bezos macht die Aktionäre derzeit nicht glücklich.

Amazon hatte zuletzt zwar den wochenlangen Seitwärtstrend nach oben verlassen. Doch der Freude folgte schnell Ernüchterung, denn der Durchmarsch in Richtung Rekordhoch bei 2.050 Dollar blieb aus. Derzeit notiert Amazon hauchdünn über dem Seitwärtstrend.

Amazon.com (WKN: 906866)

Derweil bleiben die Wall-Street-Analysten optimistisch für den Konzern. Laut Bloomberg stufen 53 von 57 Experten die Aktie mit Kaufen ein. Vier Analysten sagen „Halten“. Durchschnittliches Kursziel: 2.187,88 Dollar, was einem Potenzial von aktuell 16,5 Prozent entspricht.

Amazon legt am 30. Januar die Zahlen für das vierte Quartal vor. Dann wird man wissen, wohin die Reise bei der Amazon-Aktie geht. DER AKTIONÄR sieht für Amazon jede Menge Luft sowohl im Handelsgeschäft als auch bei der Cloud. Zudem nehmen andere, vielversprechende Sparten langsam Form an, etwa das Gesundheitsbusiness. Kursziel des AKTIONÄR: 2.100 Euro, Stopp: 1.400 Euro. 

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

Autoren: Galloway, Scott
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Erscheinungstermin: 05.03.2020
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-682-0