04.12.2019 Andreas Deutsch

Amazon: Trump-Schock – wird’s jetzt richtig bitter?

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Amazon.com

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mit Blick auf eine baldige Einigung im Handelskrieg auf die Bremse getreten und damit die Anleger auch am zweiten Börsentag der Woche auf dem falschen Fuß erwischt. Ganz schnell hat sich das Chartbild von Amazon wieder eingetrübt. Droht nun sogar der Test der unteren Range des Seitwärtstrends?

Trump hat die Hoffnungen auf ein baldiges erstes Teilabkommen mit China gedämpft. Der US-Präsident hat es nach eigenem Bekunden nicht eilig, mit den Chinesen etwas unter Dach und Fach zu bringen. In gewisser Hinsicht gefalle ihm die Idee, „bis nach der Wahl auf den China-Deal zu warten“, sagte Trump mehrfach vor Reportern. Er betonte aber, dass es sich dabei nur um Gedankenspiele von ihm handele.

Viele Marktteilnehmer hatten mit der Kurs-Rally der vergangenen Monate darauf gesetzt, dass Trump ein Abkommen noch vor der Präsidentschaftswahl in den USA abschließen will. Das hatte auch dazu geführt, dass sich das Chartbild von Amazon merklich verbessert hatte und die Aktie zuletzt kurz vor dem Sprung über die 200-Tage-Linie stand.

Doch nun richtet sich der Blick wieder nach unten. Bleibt das Sentiment trübe, könnte die Aktie ganz schnell die untere Range des seit August gültigen Seitwärtstrends bei 1.680 Dollar testen. Hält die Marke nicht, steht als nächstes der Test der Unterstützung bei 1.600 Dollar an.

Amazon.com (WKN: 906866)

Es hatte so gut ausgesehen, doch wegen Trumps „Gedankenspielen“ sieht es vorerst nicht danach aus, dass Amazon zeitnah aus dem Seitwärtstrend nach oben ausbricht. DER AKTIONÄR bleibt trotzdem bullish, da sich fundamental beim Konzern selbst nichts geändert hat. Ziel: 2.100 Euro, Stopp: 1.400 Euro. 

(Mit Material von dpa-AFX) 

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