23.10.2019 Andreas Deutsch

Amazon: So setzt der Konzern etliche Branchen unter Druck

-%
Amazon.com
Trendthema

Der E-Commerce-Gigant Amazon hat seine erste eigene Spirituosenmarke lanciert. Damit verfolgt der Konzern weiter konsequent seinen Weg, mehr Eigenmarken auf den Markt zu bringen. Das Geschäft ist höchst lukrativ – und bedroht etliche etablierte Hersteller. Derweil geht die Amazon-Aktie vor den Quartalszahlen in die Knie.

Mit dem Tovess Single Batch Crafted Dry Gin bietet Amazon einen Premium Dry Gin mit einem Alkoholgehalt von 41,5 Prozent und zum Preis von 24,99 Euro an. Es ist die erste eigene Spirituosenmarke, „die eine Auswahl von destillierten Spirituosen aus aller Welt beinhaltet“, so der Konzern.

Amazon

Mit dem Angebot setzt Amazon Hersteller von Marken-Spirituosen wie Diageo oder Remy Cointreau unter Druck. Aber nicht nur diese Branche muss sich Gedanken machen: Amazon hat vor knapp einem Jahr ein sogenanntes „Accelerator“-Programm gestartet, um mehr eigene Exklusiv-Marken anbieten zu können.

Das Programm lohnt sich: Die Analysten von SunTrust Robinson Humphrey schätzen, dass Amazon mit seinen Eigenmarken bis 2022 einen Umsatz von 25 Milliarden Dollar erzielen wird.

Währenddessen halten sich die Anleger mit dem Kauf der Amazon-Aktie weiterhin zurück. Der Grund: Am Donnerstag legt Amazon nachbörslich die Zahlen für das dritte Quartal vor (siehe auch: Hierauf kommt es bei den Zahlen an). DER AKTIONÄR bleibt bullish für den Titel.